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Probleme werden vernachlässigt

Japans Premierminister fährt einen gefährlichen Kurs im Kampf gegen die Pandemie

Japans Premierminister Yoshihide Suga verteidigte die Reisesubvention, die mittlerweile von vielen Seiten kritisiert wird, da sie für den erneuten Anstieg der Corona-Infektionen im Land verantwortlich gemacht wird.

Meinungsumfragen bestätigen, dass immer mehr Japaner mit Sugas Umgang mit der Pandemie unzufrieden sind. Die Zustimmungsrate ist seit September, als er das Amt annahm, stetig gesunken.

Ausbreitung der Infektionen ist kein Grund die Reisesubvention einzustellen

Trotz des Anstiegs der Infektionszahlen und der Tatsache, dass immer mehr Menschen in Krankenhäusern behandelt werden müssen und das medizinische System in Japan kurz vor einem Kollaps steht, sieht Suga keinen Grund, die Reisesubvention einzustellen.

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Zwar sagte Japans Premierminister, dass die größte Verantwortung der Regierung darin besteht, das Leben und auch die Existenzgrundlage der Menschen zu schützen, weshalb die Subventionen für Osaka und Sapporo gestoppt wurden, aber die Maßnahmen wirken nur halbherzig, wenn man bedenkt, dass die Einwohner aus eben diesen beiden Städten nur gebeten worden sind, nicht zu reisen.

Auch die Tatsache, dass sich die Lage in Tokyo zwar verschärft, aber bisher nur ältere und Menschen mit einer Vorerkrankung gebeten worden sind, nicht mehr nach oder von Japans Hauptstadt zu reisen, weckt kein Vertrauen, dass die Maßnahmen die Ausbreitung des Coronavirus in Japan eindämmen können.

In den nächsten Tagen will die japanische Regierung ein drittes Konjunkturpaket beschließen, das die Verlängerung der Reisesubvention vorsieht. Auch sollen Krankenhäuser mehr Unterstützung bekommen.

Japans Premierminister konzentriert sich zu sehr auf die Wirtschaft

Allerdings sieht das Paket eher Maßnahmen für Firmen vor, damit die Wirtschaft sich weiter erholen kann. Neben Kritik aus der Bevölkerung werden auch die Stimmen vieler Ärzte und vom Personal der Krankenhäuser lauter.

Allgemein herrscht mittlerweile die Meinung vor, dass Suga sich nur auf die Förderung der Wirtschaft konzentriere. Das zeigt auch, dass die Olympischen Spiele im nächsten Jahr unbedingt stattfinden sollen, wie Suga erneut bekräftigte. Auch bei diesem Thema übergeht Japans Premierminister die öffentliche Meinung und selbst Unternehmen äußern mittlerweile große Bedenken.

Experten und das eigene Gremium, das die Regierung zu Maßnahmen berät, warnen davor, dass die Infektionsrate weiter steigen und das medizinische System in einigen Regionen zusammenbrechen wird, wenn nicht schnell etwas unternommen wird. Eine Warnung, die bei der japanischen Regierung offensichtlich nicht ankommt.

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