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Kampf gegen das Wohlstandgefälle in Japan

Japans Premierminister fordert Lohnerhöhung von 3 Prozent

Japans Premierminister Fumio Kishida forderte am Freitag, dass sich Unternehmen und Gewerkschaften bei den Lohnverhandlungen „Shunto“, im kommenden Frühjahr, auf eine Lohnerhöhung von 3 Prozent einigen sollen.

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„Ich möchte, dass Unternehmen, deren Gewinne das Niveau vor der neuen Coronavirus-Pandemie wieder erreicht haben, eine Lohnerhöhung von über 3 Prozent erzielen“, sagte Kishida bei einem Treffen zur Erörterung seiner sogenannten Initiative für einen neuen Kapitalismus.

Premierminister arbeitet weiter an der Umverteilung des Wohlstands

Da sich das Lohnwachstum in Japan in den letzten Jahren verlangsamt hat, will Premierminister Kishida seine Politik der Schaffung eines positiven Kreislaufs von Wirtschaftswachstum und Wohlstandsumverteilung umsetzen, indem er ein konkretes Ziel für die Lohnerhöhung vorlegt.

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Dies ist das erste Mal, dass die Regierung eine korrekte Lohnsteigerung fordert, seit die Regierung des ehemaligen Premierministers Shinzo Abe während der Shunto-Verhandlungen 2018 eine Erhöhung um 3 Prozent gefordert hat.

Am Freitag verzichtete der Premierminister jedoch darauf, eine einheitliche Lohnerhöhung anzustreben, und äußerte lediglich die Hoffnung auf höhere Löhne, da sich die Einkommensunterschiede zwischen den Branchen angesichts der Coronavirus-Pandemie vergrößert hätten.

Ära des neuen Kapitalismus

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Während des Treffens sagte Kishida, er erwarte eine Lohnerhöhung, die drastisch genug sei, um die Ära des neuen Kapitalismus einzuläuten.

Kishida schlug außerdem vor, die Abzüge zur Förderung von Lohnerhöhungen durch eine Reform des Steuersystems im Jahr 2022 auszuweiten und die Subventionen für verlustbringende kleine und mittlere Unternehmen zu erhöhen, die ihren Beschäftigten mehr zahlen.

Bei den diesjährigen Verhandlungen fielen die Lohnerhöhungen in Japan wegen der Pandemie nicht sehr hoch aus und bewege sich auf dem Niveau des Vorjahres.

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