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Schlexht auf die Pandemie vorbereitet

Japans Premierminister gibt Mängel im Gesundheitssystem zu

Japans Premierminister Yoshihide Suga gab am Dienstag zu, dass das Gesundheitssystem des Landes schlecht auf den Anstieg der Corona-Patienten vorbereitet war und räumte ein, dass man mehr Leben hätte retten können, wenn die nötige Behandlung verfügbar gewesen wäre.

Das Eingeständnis, das in der japanischen Politik selten ist, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Unterstützung für Suga wegen seiner schlechten Reaktion auf die Pandemie wächst.

Premierminister gibt Probleme zu

Auf die Frage des Oppositionsabgeordneten Kiyomi Tsujimoto in einer Ausschusssitzung des Repräsentantenhauses, ob der japanische Premierminister sich für die COVID-19-Patienten verantwortlich fühle, die zu Hause starben, nachdem sie von den Krankenhäusern abgewiesen worden waren, sagte Suga: „Als der Verantwortliche tut es mir schrecklich leid.“

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„Wir waren nicht in der Lage, die notwendige Versorgung zu gewährleisten, und ich erkenne an, dass das japanische Volk deswegen besorgt ist“, so Suga.

Die Verwaltung des Großraums Tokyo meldete am Dienstag 1.026 neue Infektionen mit dem Coronavirus.

Japans Hauptstadt hat seit Januar fast jeden Tag einen vierstelligen Anstieg erlebt, aber die Zahlen sind in den letzten Tagen tendenziell gesunken, da die Menschen aufgefordert wurden, nicht unnötig nach draußen zu gehen und Restaurants gebeten wurden, ihre Öffnungszeiten unter dem Ausnahmezustand zu verkürzen.

Die Besorgnis über die Belastung des Gesundheitssystems hält an, da die Zahl der Menschen, die schwere Symptome haben, weiter steigt. Mittlerweile warten über 15.000 Menschen zu Hause auf eine Behandlung.

Trotzdem nicht mehr Geld für medizinisches Personal

In der Sitzung des Haushaltsausschusses des Unterhauses sagte Suga, dass er sich zwar der verschiedenen Sorgen in der Öffentlichkeit über die Olympischen Spiele und Paralympics in diesem Sommer in Tokyo bewusst sei, dass er aber entschlossen sei, die Vorbereitungen fortzusetzen, um die Spiele mit den notwendigen Maßnahmen gegen das Coronavirus sicher und geschützt abzuhalten.

Japans Premierminister wies allerdings Forderungen der Opposition zurück, den Nachtragshaushalt für das Jahr 2020 in Höhe von fast 20 Billionen Yen zu überarbeiten, der diese Woche verabschiedet werden soll. Die Opposition hatte gefordert, dass mehr Geld für medizinisches Personal bereits gestellt wird.

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