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Entspanntere Zusammenarbeit erwartet

Japans Premierminister hofft auf Stärkung der japanisch-amerikanischen Allianz

Japans Premierminister Yoshihide Suga sagte am Montag, dass er hoffe, mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zusammenarbeiten zu können, um das Sicherheitsbündnis zwischen beiden Ländern zu stärken und gratulierte Biden noch einmal zu seinem Sieg bei den Wahlen.

In einem Gespräch mit Reportern in seinem Büro sagte Suga, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten, um den Frieden und den Wohlstand im indisch-pazifischen Raum zu sichern und fügte hinzu, er werde den besten Zeitpunkt für Telefongespräche mit Biden und einen Besuch in den Vereinigten Staaten erwägen.

Bidens Sieg offiziell von Tokyo anerkannt

Viele japanische Politiker sind der Meinung, dass ein persönliches Treffen zwischen den Staats- und Regierungschefs bis nach dem Amtsantritt des gewählten US-Präsidenten am 20. Januar warten sollte, zum Teil aus Rücksicht auf den amtierenden Präsidenten Donald Trump und aus der Besorgnis, dass Trump mit seinen Androhungen, die Wahl vor Gericht anfechten zu wollen, durchkommen könnte.

Sugas Aussagen folgten auf seinen Tweet am Sonntag, in dem er Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris zum Sieg beglückwünschte.

Der oberste Sprecher der japanischen Regierung, Katsunobu Kato, sagte, dies bedeute die offizielle Anerkennung Tokyos, dass Biden die Präsidentschaftswahlen am vergangenen Dienstag auf der Grundlage von Prognosen der US-Medien gewonnen habe, obwohl Trump wegen angeblichen Wahlbetrugs klagen will.

Rund 55.000 amerikanische Truppen sind im Rahmen des Sicherheitsvertrags in Japan stationiert, was es ihnen erlaubt, auf Eventualitäten in der Region zu reagieren, im Austausch für Hilfe bei der Verteidigung gegen bewaffnete Angriffe.

Wie hoch die Kosten für die Unterbringung der Truppen in Japan sind, sowie die Verlegung eines US-Stützpunktes in ein dicht besiedeltes Gebiet der südjapanischen Präfektur Okinawa gehören zu den wichtigen Fragen, mit denen sich Suga und Biden befassen müssen.

„Die sogenannte Unterstützung des Gastgeberlandes spielt eine entscheidende Rolle für den reibungslosen und effizienten Einsatz der US-Streitkräfte in Japan“, sagte Kabinettschef Kato am Montag in einer Pressekonferenz und fügte hinzu, dass die bevorstehenden Verhandlungen dem zunehmend schwierigen Sicherheitsumfeld in der Region Rechnung tragen würden.

Zusammenarbeit zwischen Japan und den USA könnten nun leichter werden

Im Gegensatz zum unberechenbaren Führungsstil von Trump, einem Geschäftsmann, der zuvor nie ein gewähltes Amt innehatte, diente Biden über drei Jahrzehnte als US-Senator.

Ein hochrangiger Beamter des japanischen Außenministeriums äußerte sich optimistisch, dass es nach Bidens Amtsantritt leichter werden würde, politische Details auf Arbeitsebene auszuarbeiten.

Es wird erwartet, dass Suga und Biden auch auf internationaler Ebene zusammenarbeiten werden, wobei beide dem Kampf gegen den Klimawandel Priorität einräumen. Biden hat versprochen, die Vereinigten Staaten wieder in das Pariser Abkommen von 2015 einzubinden und beide haben versprochen, ihre Länder bis 2050 kohlenstoffneutral zu machen.

„Japan wird proaktiv an der Bekämpfung des Klimawandels arbeiten“, sagte Kato zur Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten, die weltweit die Nummer zwei bei der Erzeugung von Treibhausgasen sind, aber auch eine führende Quelle für innovative Technologien darstellen.

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