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Verwaltungsverfahren könnten online gehen

Japans Premierminister rät sich auf ein Ende der Hanko vorzubereiten

Japans Premierminister Yoshihide Suga wies seine Regierung am Mittwoch an, dass sie sich auf das Ende der Hanko vorbereiten soll.

Dafür sollen Pläne ausgearbeitet werden, damit Hanko nicht mehr bei Verwaltungsdokumenten benutzt werden müssen.

Hanko fallen Reformen zum Opfer

Beobachter sagen, dass dieser Schritt, der Teil von Sugas Bestreben ist, die bürokratische Effizienz Japans zu verbessern, dazu führen wird, dass mehr Regierungsdienste online verfügbar werden.

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„Ich möchte, dass alle Ministerien in naher Zukunft eine umfassende Übersicht über ihre Verwaltungsverfahren zusammenstellen“, so Suga auf einer Sitzung des Rates zur Förderung der Regulierungsreform, eines Beratungsgremiums mit Mitgliedern aus der Privatwirtschaft und Wissenschaftlern.

Hanko sind in Japan weitverbreitet für die Unterzeichnung von Verträgen, Geschäftstransaktionen und verschiedene Verwaltungsverfahren, einschließlich der Einschreibung in das nationale Rentenprogramm.

Da die Siegel auf physische Kopien von Dokumenten gepresst werden müssen, stehen sie aktuell in der Kritik, da sie die soziale Distanzierung mitten in der Pandemie unmöglich machen.

90 Prozent der Verwaltungsverfahren könnten vereinfacht werden

Von den mehr als 10.000 Arten von Verwaltungsverfahren, die Hanko erfordern, können laut Taro Kono, dem für die Verwaltungsreform zuständigen Minister, mehr als 90 Prozent vereinfacht werden.

Kono hat erklärt, er hoffe, dass er auf der ordentlichen Sitzung der Diät im nächsten Jahr ein Gesetz vorlegen werde, um das Thema zu behandeln und dass er auch den Einsatz von Faxgeräten reduzieren wolle.

Bei der Sitzung am Mittwoch betonte Suga die Notwendigkeit, die als Sondermaßnahme gegen das Coronavirus deregulierten medizinischen Online-Konsultationen zu einer dauerhaften Option zu machen.

Der Premierminister, der Mitte September sein Amt antrat, wiederholte auch seinen Vorstoß für eine breitere Verfügbarkeit von Fernunterricht und sagte, dass diese Technologie im digitalen Zeitalter voll genutzt werden sollte.

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