• News
Home News Politik Japans Premierminister Shinzo Abe besucht den Iran
Anzeige

Japans Premierminister Shinzo Abe besucht den Iran

Japan will zwischen Iran und USA vermitteln

Die Fronten zwischen den USA und dem Iran sind vor allem wegen des Atomprogramms des Iran verhärtet. Japan möchte in diesem Konflikt gerne vermitteln. Aus diesem Grund hat sich Japans Premierminister Abe nun mit dem iranischen Premierminister Rouhani getroffen.

90 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Japan und dem Iran

Eigentlicher Anlass des Besuchs ist das 90-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Iran und Japan. Abe ist der erste japanische Regierungschef seit Takeo Fukuda 1978, der den Iran besucht. Neben dem Premierminister wird er sich auch mit Ayatollah Ali Khameni treffen, dem religiösen Führer des Landes. Das ist ein Novum.

Als Ziel gab Abe vor seiner Abreise an, er wolle mit Gesprächen zu einer Entspannung zwischen dem Nahen Osten und den USA beitragen. Für ihn sei die Beziehung zum Iran sehr wichtig, wie er auch Premier Rouhani sagte: „Endlich konnte ich meinen Besuch im Iran realisieren. Seit ich 2012 begonnen habe, war mir die Beziehung zum Iran immer wichtig.“ Die gute Beziehung der beiden Länder möchte Abe nutzen, um „Spannungen zu lösen.“

Hauptproblem ist das Atomprogramm des Iran

Auch der japanische Außenminister Taro Kono und sein iranischer Kollege Mohammad Javad Zarif führten Gespräche in Teheran. Dabei ermutigte Kono seinen Kollegen, sich an das Abkommen aus dem Jahr 2015 zu halten. In diesem hatte der Iran einem Zurückschrauben seines Atomprogramms im Gegenzug zur Lockerung internationaler Sanktionen zugestimmt.

Mit der diplomatischen Reise möchte Premier Abe neben den schon genannten auch einige weitere Ziele erreichen: Ein stabiler naher Osten hilft auch der japanischen Wirtschaft, weswegen er die Lage beruhigen möchte. Zudem kann er so vor dem G20 Gipfel in Osaka noch einmal sein diplomatisches Geschick erproben.

Abe sprach telefonisch auch mit dem israelischen Premier Benjamin Netanyahu und den Kronprinzen von Saudi-Arabien und Abu Dhabi.

Probleme bei der Umsetzung des Abkommens

Die Lage im Nahen Osten ist zur Zeit sehr angespannt. Grund dafür ist vor allem das Atomprogramm des Iran, das nicht wie geplant zurückgeschraubt wird. Der Iran sagte im Mai, dass er einige seiner Verpflichtungen aus dem Abkommen aussetzen würde.

Teheran setzte eine 60-tägige Frist für die Aushandlung neuer Bedingungen und sagte, dass es mehr angereichertes Uran beibehalten würde, als nach dem ursprünglich mit den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und China geschlossenen Abkommen zulässig war. Das sorgte in den USA für Empörung, weswegen Abe nach Absprache mit Präsident Trump nun vermitteln soll. Japan hatte das Abkommen 2015 unterstützt.

Quelle: kyodo

Unser Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück