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Restaurants sollen Öffungszeiten noch weiter kürzen

Japans Premierminister sieht keine Notwenigkeit für einen Ausnahmezustand

Zwar verzeichnet Japan immer mehr Corona-Infektionen und der Premierminister steht stark in der Kritik, aber einen Grund für einen erneuten landesweiten Ausnahmezustand sieht er trotzdem nicht.

Das Land verzeichnet mittlerweile über 200.000 Infektionen und mehr als 2.600 Todesfälle. Seit Ende Oktober sind die Infektionszahlen drastisch angestiegen.

Premierminister hält andere Maßnahmen für wichtiger

In einem vorab aufgezeichneten Fernsehinterview sagte Suga, dass die Regierung stattdessen Restaurants und Bars bitten könnte, die Öffnungszeiten weiter zu verkürzen, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen. Allerdings halten sich mittlerweile viele Restaurants nicht mehr an die Aufforderungen der Präfekturen, da sie um ihre Existenz fürchten müssen.

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Suga zögerte die Entscheidung seines Vorgängers Shinzo Abe vom April zu wiederholen, den landesweiten Ausnahmezustand auszurufen und versprach stattdessen, ein Gleichgewicht zwischen der Bekämpfung der Pandemie und der Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten zu finden.

Die Regierung arbeitet hart daran Impfstoffe zu sichern

„Die Regierung arbeitet hart daran, Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung verfügbar zu machen, um Leben und Lebensgrundlagen zu schützen“, sagte Suga in der Sendung „News 23“ des Tokyo Broadcasting System Television.

Suga, der aufgrund der öffentlichen Unzufriedenheit auf seine COVID-19-Reaktion einen Einbruch der Zustimmungswerte für sein Kabinett erlebt, hat versprochen, bis zur ersten Hälfte des Jahres 2021 genügend Impfstoff zu beschaffen.

Die Regierung hat Lieferverträge mit den Pharmaunternehmen Pfizer Inc. und AstraZeneca Plc über jeweils 120 Millionen Impfdosen abgeschlossen, was für die meisten der 126 Millionen Einwohner des Landes ausreicht. Außerdem hat sie einen Vertrag mit Moderna Inc. über weitere 50 Millionen Dosen.

Immer mehr Neuinfektionen

Obwohl Japan in der Pandemie viel besser dasteht als stark betroffene Länder wie die USA, verzeichnet das Land seit letztem Monat eine Rekordzahl an täglichen Infektionen, da die Neujahrsfeiertage, normalerweise eine der verkehrsreichsten Reisezeiten, bevorstehen.

Die kumulierten Infektionen im Land überstiegen am Montag die Zahl von 200.000 und haben sich damit in weniger als zwei Monaten verdoppelt. Seit der Diagnose des ersten Falles im Januar dauerte es neuneinhalb Monate, bis die 100.000er-Marke erreicht wurde. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt bei knapp unter 3.000.

Der stetige Anstieg der Fälle veranlasste die Regierung letzte Woche dazu, vom 28. Dezember bis zum 11. Januar die landesweite Subventionskampagne „Go To Travel“ zu stoppen, die darauf abzielt, die wirtschaftliche Erholung durch die Förderung des Inlandstourismus zu unterstützen.

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