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Japans Premierminister und Südkoreas Präsident führen erstes Gespräch seit über einem Jahr

Bereitschaft für eine Lösung der diplomatischen Probleme

Der japanische Premierminister Shinzo Abe und der südkoreanische Präsident Moon Jae-in trafen sich am Montag in Bangkok zu einem Gespräch während der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

Bei diesem Gespräch forderte Abe Moon auf, dass sich Südkorea an den Vertrag zwischen den beiden Ländern aus dem Jahr 1965 halten soll, um alle Fragen der Entschädigung der Zwangsarbeiter zu klären.

Erstes Treffen seit einem Jahr

Das Treffen ist das erste der beiden Regierungschefs seit einem Gespräch im September vergangenen Jahres.

Während des elfminütigen Gesprächs im Vorfeld des Gipfeltreffens, einigten sich Abe und Moon auf die Notwendigkeit eine Lösung für den andauernden diplomatischen Streit der beiden Länder zu finden.

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Sie bekräftigten die Bedeutung der Beziehungen der beiden Länder. Beobachter beschrieben das Treffen als sehr freundlich und ernsthaft.

In einer anschließenden Pressekonferenz sagte der stellvertretende japanische Kabinettschef Akihiro Nishimura, Abe habe Moon die Grundhaltung der japanischen Regierung vermittelt. Japan sieht die Frage der Entschädigung durch das Abkommen von 1965 geklärt. Damals wurden Seoul 500 Millionen US-Dollar gezahlt und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zugesagt.

Moon äußerte die Hoffnung, dass es Fortschritte bei der Verbesserung der Beziehung zwischen Japan und Südkorea geben wird.

Als Reaktion schlug der japanische Premierminister vor, dass sich beide Nachbarn bemühen sollten, eine Lösung zu finden.

Japanischer Premierminister und südkoreanischer Präsident einigten sich nicht auf ernsthafte Gespräche

Ende letzten Monats überreichte der südkoreanische Premierminister Lee Nak-yeon Abe einen privaten Brief von Moon während seines Besuchs in Japan, als er an der Inthronisierungszeremonie von Kaiser Naruhito teilnahm.

Die südkoreanische Außenministerin Kang Kyeong-wha sagte, Moon habe in dem Brief seine Offenheit für Gespräche mit Abe zum Ausdruck gebracht.

Es bleibt allerdings abzuwarten, ob und wann es zu Gesprächen zwischen den beiden Ländern kommen wird. Abe und Moon haben bei dem kurzen Treffen nicht darüber gesprochen.

Streit zwischen Japan und Südkorea eskaliert seit Monaten

Die diplomatischen Probleme zwischen Japan und Südkorea haben sich in der letzten Zeit verstärkt, nachdem japanische Unternehmen in Seoul zu Schadensersatzzahlungen für Zwangsarbeiter verurteilt wurden. Japan hat Exportbeschränkungen auf Produkte, die nach Südkorea exportiert werden, erhoben und das Land aus seiner weißen Liste gestrichen.

Südkorea hat als Reaktion ein Geheimdienstabkommen mit Japan, um Daten über Nordkorea auszutauschen, beendet und Japan im Handelsstatus herabgestuft.

Seitdem sind die Touristenzahlen von Südkoreanern in Japan eingebrochen und die Chemieexporte nach Südkorea gingen um 83 Prozent zurück.

Einige südkoreanischen Airlines haben bereits ihre Flüge nach Japan gestrichen, Ende August zog die erste japanische Airline nach.

KY, SP

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