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Home News Politik Japans Premierminister verzichtet auf Pressekonferenz und heizt Spekulationen an

Verbindungen zu kürzlichem Skandal werden vermutet

Japans Premierminister verzichtet auf Pressekonferenz und heizt Spekulationen an

Der Premierminister von Japan, Yoshihide Suga, muss sich zurzeit mit einem Skandal nach dem anderen befassen. Zuletzt war sein eigener Sohn verwickelt und sorgte für Empörung. Kurzfristig wurde bekannt gegeben, dass es am Freitag keine Pressekonferenz mit Suga geben wird, was für Spekulationen sorgte.

Am Freitag wurde bekannt gegeben, dass Suga nicht wie geplant eine Pressekonferenz zur Aufhebung des Ausnahmezustandes halten wird. Es wird vermutet, dass Suga so versucht die Kabinettssekretärin für Öffentlichkeitsarbeit zu schützen, die in den Skandal um seinen Sohn verwickelt ist.

Skandal hat mit der Entscheidung nichts zu tun

Kiyomi Tsujimoto von der Demokratischen Partei Japan gab an, dass das Verhalten merkwürdig sei, da es genau die Zeit wäre, um eine Presskonferenz abzuhalten. Dazu hatten die Medien um eine gebeten, um einige Fragen zu klären. Sie vermutet deswegen, dass versucht wird Makiko Yamada zu „verstecken“.

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Kabinettschef Katsunobu Kato stritt ab, dass das Ausbleiben der Veranstaltung etwas mit dem Skandal zu tun hat. Er erklärte, dass sie keine abhalten würden, weil Suga erst zum endgültigen Ende des Ausnahmezustandes am 7. März sich zu Wort melden will.

Yamada hatte sich am Donnerstag umfassend im Parlament dafür entschuldigt, dass sie 2019 als Beamtin des Kommunikationsministeriums ein teures Abendessen von Seigoh Suga annahm. Das Unternehmen, für das der Sohn arbeitete, gehört jedoch zu der Interessengruppe des Ministeriums, weswegen das Essen ein Verstoß gegen den Ethikkodex war.

Premierminister ist deutlich gegen einen Rücktritt

Mindestens elf weitere Beamte des Ministeriums sollen ebenfalls Abendessen und andere Gefälligkeiten erhalten haben. Sie wurden bereits für ihr Fehlverhalten diszipliniert. Yamada entging dem, da sie nicht mehr direkt Teil des Ministeriums ist.

Die Opposition hatte den Rücktritt von Yamada gefordert, den jedoch die Regierung und auch der Premierminister selbst energisch ablehnten. Die Bürokeratin würde nicht nur ernsthaft den Vorfall bereuen, sie will zusätzlich die kompletten Kosten zurückzahlen, um den Schaden wieder gutzumachen.

Yamada gilt bei der Regierung als vorzeige Beamtin, da sie die erste Kabinettssekretärin für Öffentlichkeitsarbeit ist und die erste Exekutivsekretärin des Premierministers war. Sie gehört damit zu den wenigen Frauen in Japans Politikwelt, die wichtige Führungspositionen bekleidet. Aus dem Grund gilt sie als Vorbild für die Bemühungen der Regierung mehr Frauen im Rahmen der Gleichstellung der Geschlechter in die Politik zu bringen.

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