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Falsches Signal an die Bevölkerung

Japans Premierminister wegen Besuch einer Dinnerparty in der Kritik

Japans Premierminister Yoshihide Suga nahm kurz nachdem er die Aussetzung der Reisesubvention angekündigt hatte, an einer Dinnerparty mit Prominenten teil.

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Da die Regierung wegen des Anstiegs der Corona-Infektionen die Gouverneure der Präfekturen aufgefordert hatte, Veranstaltungen auf maximal vier Personen zu beschränken, erntet Suga nun Kritik.

Japans Premierminister muss über seine Handlungen nachdenken

So sagte Natsuo Yamaguchi, der Vorsitzende des Koalitionspartners Komeito, gegenüber den japanischen Medien, dass die Aktion des Premierministers eine Botschaft an das japanische Volk sendet und er über seine Handlungen in Zukunft nachdenken sollte.

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Dinnerpartys wurden als eine Ursache für die Ausbreitung des Coronavirus identifiziert, daher sollen die Präfekturen Menschen, die im Rahmen der „Go To Eat“ Kampagne essen gehen, auch auffordern, nur mit maximal vier Personen essen zu gehen.

An dem Dinner in einem Steak-Restaurant im Tokyoter Stadtteil Ginza nahmen auch der LDP-Generalsekretär Toshihiro Nikkai, der Vorsitzende des Baseball-Teams der Softbank Hawks, Sadaharu Oh, der Schauspieler Ryotaro Sugi, der Politikkritiker Minoru Morita, der Entertainer Monta Mino und der amtierende LDP-Generalsekretär Motoo Hayashi teil. Premierminister Suga kam offenbar erst spät zu dem Treffen, nach der Entscheidung die Reisesubvention zu stoppen und verbrachte etwa 45 Minuten damit, sich mit den anderen Anwesenden zu unterhalten.

Kabinettschef sieht keine Probleme

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Auf einer Pressekonferenz am 15. Dezember zu der Dinnerparty befragt, bestritt Kabinettschef Katsunobu Kato, dass es ein Problem mit der Veranstaltung gegeben habe und sagte: „Es ist für einen Politiker extrem wichtig, Menschen mit vielen verschiedenen Hintergründen zu treffen und eine Vielzahl von Meinungen zu hören. Entscheidungen über die Teilnahme an Versammlungen werden nicht danach getroffen, ob fünf oder mehr Personen anwesend sein werden oder ob es ältere Gäste geben wird. Vielmehr wird die Entscheidung auf der Grundlage der Abwägung zwischen dem Ziel der Versammlung und der Frage getroffen, ob gründliche Antivirenmaßnahmen vorhanden sind. Es ist wichtig, jede Veranstaltung auf individueller Basis richtig zu beurteilen.“

Kato fügte hinzu: „Der Premierminister als Einzelperson hat immer gründlich darauf geachtet, die grundlegenden Infektionsvorkehrungen zu befolgen.“

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