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Japans Premierminister will Südkorea nicht ohne Garantien besuchen

Im vergangenen Jahr wurde der Ton zwischen Japan und Südkorea schärfer. Nach der Wahl des neuen japanischen Premierminister wurde eigentlich auf eine Annäherung beider Seiten gehofft.

Nun sagte Suga allerdings, dass er Südkorea nicht besuchen wird, ohne eine Garantie, dass Vermögenswerte von japanischen Firmen, die nach einem südkoreanischen Gerichtsurteil eingefroren wurden, wieder freigegeben werden.

Premierminister will nur unter bestimmten Bedingungen an Treffen mit Südkorea teilnehmen

Laut eines Sprechers des japanischen Außenministeriums wird Suga ohne diese Garantie nicht an einem Treffen zwischen China und Südkorea teilnehmen, das noch in diesem Jahr ausgerichtet wird.

Die Beziehungen zwischen Japan und Südkorea sind auf einen historischen Tiefpunkt gesunken, seit Südkoreas oberstes Gericht im Oktober 2018 die Nippon Steel Corp. dazu verurteilt hat, vier Kläger für Zwangsarbeit während der japanischen Kolonialherrschaft auf der koreanischen Halbinsel 1910-45 zu entschädigen.

Japan argumentiert, dass das Gerichtsurteil gegen ein Abkommen zwischen den Nachbarländern aus dem Jahr 1965 verstößt, in dem es Südkorea finanzielle Hilfe unter der Voraussetzung gewährte, dass die Entschädigungsfrage vollständig und endgültig geregelt wurde.

Letzte Woche sprach Suga zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt Mitte September telefonisch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in und sagte, dass die Staatsoberhäupter nicht zulassen können, dass die Beziehungen so bleiben, wie sie sind.

Beziehungen könnten sich weiter verschlechtern

Die Vermögenswerte von Nippon Steel und Mitsubishi Heavy Industries in Südkorea wurden beschlagnahmt und könnten jeden Tag liquidiert werden, sagte der Sprecher und fügte hinzu, dass Außenminister Toshimitsu Motegi seinen südkoreanischen Amtskollegen Kang Kyung-wha mehrfach gewarnt habe, dass dies den bilateralen Beziehungen irreparablen Schaden zufügen würde.

Japan, Südkorea und China halten seit 2008 etwa einmal pro Jahr ein Gipfeltreffen ab, wobei der Gastgeber zwischen den drei Ländern wechselt. Das letzte Treffen fand im Dezember letzten Jahres in Chengdu, Westchina, statt.

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