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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans Regierung beschließt, 1,4 Billionen Yen an Reservemitteln für Corona-Maßnahmen zu nutzen

Finanzierung von Impfstoffen und Unterstützung der Wirtschaft

Japans Regierung beschließt, 1,4 Billionen Yen an Reservemitteln für Corona-Maßnahmen zu nutzen

Kyodo: Japans Regierung hat am Freitag beschlossen, 1,4 Billionen Yen (ca. 10 Milliarden Euro) an Reservemitteln für das Haushaltsjahr 2021 zu verwenden. Die Mittel sollen für den Kauf von Corona-Impfstoffen und Sicherstellung von Medikamenten und für die Unterstützung der Wirtschaft genutzt werden.

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Insgesamt sollen für die Anschaffung von Impfstoffen etwa 841,5 Milliarden Yen (ca. 6,4 Millionen Euro) bereitgestellt werden, damit genügend Impfstoff für die geplante dritte Impfung bereitsteht. Rund 235,2 Milliarden Yen (ca. 1.8 Millionen Euro) der Reservemittel sollen für den Kauf der Medikamente Casirivimab und Imdevimab genutzt werden.

Reservemittel enthalten auch zinslose Darlehen für Privathaushalte

Der Beschluss erfolgte zwei Tage, nachdem Japans Premierminister Yoshihide Suga auf einer Pressekonferenz erklärt hatte, dass die Regierung dringende Aufgaben, wie die Beschaffung von Impfstoffen und Medikamenten für die Antikörper-Cocktail-Behandlung, durch die Verwendung der Reservemittel angehen werde.

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Japan, das in seiner Impfkampagne hinter anderen Industrieländern zurückliegt, will die Impfung aller infrage kommenden Personen, die sich impfen lassen wollen, zwischen Oktober und November abschließen.

Neben anderen Ausgaben wurden 154,9 Milliarden Yen (ca. 1,9 Millionen Euro) für ein Programm bereitgestellt, das zinslose Darlehen von bis zu 200.000 Yen (ca. 1.543 Euro) pro Haushalt gewährt, um so wirtschaftliche Einbußen abzufedern.

Weitere Unterstützung für Unternehmen

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Zur weiteren Unterstützung von Unternehmen, die aufgrund der sich verschlechternden Geschäftslage durch die Pandemie gezwungen waren, Mitarbeiter zu entlassen, werden 84,1 Milliarden Yen (ca. 649.202.399 Euro) bereitgestellt. Die Maßnahme sollte eigentlich Ende September auslaufen, wurde aber um zwei Monate verlängert.

Diese Maßnahmen folgten auf die Entscheidung der japanischen Regierung Anfang des Monats, die Dauer des Ausnahmezustands zu verlängern und die Zielgebiete auszuweiten, in denen das Coronavirus grassiert. Die Maßnahme, die derzeit 21 der 47 Präfekturen Japans betrifft, soll bis zum 12. September gelten.

Die Regierung hat im Rahmen des 106,6 Billionen Yen (ca. 823 Milliarden Euro) umfassenden ursprünglichen Haushaltsplans für das im April beginnende Haushaltsjahr 2021 5 Billionen Yen (ca. 38 Milliarden Euro) an Reservemitteln zur Bewältigung der Pandemie bereitgestellt. Nach der Genehmigung durch das Kabinett am Freitag verbleiben rund 2,6 Billionen Yen (ca. 20 Milliarden Euro) in den Fonds.

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