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Erneuter Ausfall soll verhindert werden

Japans Regierung erlässt eine Verwaltungsanordnung gegen NTT Docomo

Im vergangenen Monat sorgte ein Systemausfall beim Anbieter NTT Docomo dafür, dass das Handynetz für 12,9 Millionen Nutzer in Japan für mehrere Stunden ausgefallen ist.

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Die japanische Regierung hat nun eine Verwaltungsanordnung gegen Japans größten Mobilfunkanbieter erlassen und bezeichnete den Ausfall als schwerwiegenden Vorfall.

NTT Docomo muss besser mit seinen Kunden kommunizieren

Des Kommunikationsministers wies NTT Docomo an, eine Wiederholung des Ausfalls unter allen Umständen zu verhindern. Zudem wurde das Unternehmen aufgefordert, die Informationsübermittlung an die Nutzer zu verbessern, nachdem die Ankündigung der Wiederherstellung des Dienstes erfolgt war, obwohl die Fehler nicht vollständig behoben waren.

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Das Telekommunikationsgesetz sieht vor, dass ein Ausfall eines Notrufdienstes, von dem mehr als 30.000 Personen mehr als eine Stunde lang betroffen sind, als schwerwiegender Vorfall gilt.

Nach Angaben des Telekommunikationsriesen wurde der Ausfall durch eine Fehlfunktion während der Arbeit an seinem Netzwerk für elektronische Zahlungsgeräte ausgelöst, die in Dienstleistungen wie Taxis und Verkaufsautomaten installiert sind.

Verbesserung der Systeme angekündigt

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NTT Docomo hat dem Innen- und Kommunikationsministerium Anfang des Monats einen Bericht über den Vorfall vorgelegt, in dem die Ursachen und Präventivmaßnahmen dargelegt werden, wie z. B. die Einführung eines neuen Systems zur getrennten Steuerung der Mobiltelefonkommunikation von anderen Diensten, wenn ein Systemausfall auftritt.

Das Unternehmen teilte außerdem mit, dass acht Führungskräfte, darunter Präsident und CEO Motoyuki Ii, freiwillig einen Teil ihres Gehalts zurückgeben werden, um die Verantwortung für den Vorfall zu übernehmen.

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