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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans Regierung warnt vor steigenden Preisen

Nachtragshaushalt den Parlament vorgelegt

Japans Regierung warnt vor steigenden Preisen

Japans Finanzminister Shunichi Suzuki warnte am Mittwoch, dass die steigenden Rohstoffpreise die wirtschaftliche Erholung von den Folgen der Pandemie beeinträchtigen könnte, als die Regierung dem Parlament den Entwurf für den 2,7 Billionen Yen (ca. 19 Milliarden Euro) schweren Nachtragshaushalt vorlegte, um die Inflation zu bekämpfen.

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„Nach der Destabilisierung der Preise und der Versorgung mit Rohöl und Getreide ist die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Aussichten gewachsen“, so Suzuki.

Hilfspaket soll Anstieg der Preise bremsen

Der Nachtragshaushalt wird zur Finanzierung eines Teiles des Hilfspakets in Höhe von 6,2 Billionen Yen (ca. 45 Milliarden Euro) verwendet und noch in diesem Monat verabschiedet. Der Haushalt wurde vor wenigen Wochen vom Kabinett gebilligt.

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Fast 1,2 Billionen Yen (ca. 8,8 Milliarden Euro) sind für die Verlängerung des derzeitigen Subventionsprogramms für Ölgroßhändler bis Ende September vorgesehen, um die Benzinpreise im Einzelhandel zu senken.

Dies soll dazu führen, dass der Anstieg der Preise gebremst wird, da immer mehr Unternehmen gezwungen werden, ihre Preise anzuheben und die Ausgaben der Haushalte gebremst werden. Die Inflation betrug zuletzt 2,1 Prozent.

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Etwa 1,5 Billionen Yen (ca. 11 Milliarden Euro) sollen aus den Reservefonds verwendet werden, um Maßnahmen des Hilfspakets umzusetzen, wie z.B. Bargeldauszahlungen von 50.000 Yen (ca. 369 Euro) pro Kind für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Etwa der gleiche Betrag wird mit dem Nachtragshaushalt wieder aufgefüllt.

Staatsverschuldung steigt weiter an

Der Rekordhaushalt von 107,60 Billionen Yen (ca. 795 Milliarden Euro) für das Jahr 2022 enthält 5,5 Billionen Yen (ca. 40 Milliarden Euro) an Reservemitteln zur Bewältigung der Pandemie und für andere Notfälle.

Der Nachtragshaushalt wird vollständig durch die Ausgabe neuer Anleihen finanziert, was die Besorgnis über die Haushaltslage des Landes, die bereits die schlechteste unter den großen Industrieländern ist, noch verstärkt.

Die Schulden des Landes überstiegen im Geschäftsjahr 2021 zum ersten Mal die Marke von 1.000 Billion Yen (ca. 7,2 Billionen Euro), was einen Schuldenabbau bis 2025 mittlerweile unmöglich macht.

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