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Japans Regierung will 2020 Steuererleichterungen für unverheiratete alleinerziehende Menschen

Koalitionspartner hat sich durchgesetzt

Die japanische Regierung will unverheirateten Alleinerziehenden in Japan eine Einkommenssteuererleichterung ermöglichen.

Derzeit haben nur Elternteile, die aufgrund einer Scheidung oder des Todes ihres Ehepartners ledig geworden sind, Anspruch auf Einkommens- oder Wohnsteuerabzüge.

Ablehnung für Steuererleichterungen der LDP gebrochen

Komeito, der Koalitionspartner des liberaldemokratischen Regierungsblocks, setzt sich bereits seit längerem dafür ein, dass auch alleinerziehende Menschen, die unverheiratet sind, eine Steuererleichterung bekommen.

Die LDP lehnte dies bisher allerdings ab, da man befürchtete, dass Steuererleichterungen die Menschen dazu ermutigen könnte, dass sie Single bleiben.

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Die Steuererleichterungen für unverheiratete alleinerziehende Menschen steht bei den Steuerreformgesprächen für das Geschäftsjahr 2020, die am 1. April beginnen, ganz oben auf der Tagesordnung.

Die Regierungskoalition hat sich in ihren Steuerreformgesprächen 2019 darauf geeinigt, unverheiratete Alleinerziehende mit niedrigem Einkommen von der Wohnsteuer zu befreien und ihnen erhöhte Kinderbetreuungsgelder zu gewähren.

Damals ließen die Koalitionsvertreter die Frage der Einkommensteuererleichterung im Rahmen der Reform des Fiskaljahres 2020 offen.

Alleinerziehende Elternteile haben es besonders schwer in Japan

Alleinerziehende Elternteile haben es nicht leicht in Japan. Gerade alleinerziehende Mütter sind oft von sozialer Not betroffen. Viele bekommen keine regulären Anstellungen und sie gehören zu den am stärksten gefährdeten Mitgliedern der japanischen Gesellschaft.

Laut einer Umfrage des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales aus dem Jahr 2016 gab es in Japan 1,23 Millionen Alleinerziehende, eine Zunahme von 80.000 im letzten Jahrzehnt. Obwohl etwa 80 Prozent der alleinerziehenden Mütter arbeiten, liegt ihr durchschnittliches Jahreseinkommen bei nur 2,43 Millionen Yen, nur 40 Prozent waren davon regulär angestellt.

Viele haben finanzielle Probleme. Während die Armutsquote aller Haushalte mit mindestens einem Kind in Japan 2015 bei 12,9 Prozent lag, lag die Armutsquote bei Alleinerziehenden bei 50,8 Prozent.

MA

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