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Mehr Arbeitsvielfalt in Japan

Japans Regierungspartei erwägt Einführung einer 4-Tage-Woche

Japans Regierungspartei erwägt die Einführung einer 4-Tage-Woche, um angesichts der Pandemie die Vielfalt der Arbeitsformen im Land zu erhöhen.

Ein Gremium der LDP, dass von Kuniko Inoguchi geleitet wird, will in Kürze Vorschläge für ein System vorlegen, dass es Firmenangestellten ermöglichen würde, vier Tage pro Woche zu arbeiten.

4-Tage-Woche soll Arbeitnehmern helfen, Arbeit und Privatleben in Einklang zu bringen

Kabinettschef Katsunobu Kato sagte auf einer Pressekonferenz am 5. April: „Es ist wichtig, abwechslungsreichere Arbeitsformen zu fördern, um Arbeit und Privatleben, einschließlich Kindererziehung, Pflege und Kampf gegen Krankheiten, in Einklang zu bringen.“

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Er fügte hinzu, dass die japanische Regierung über ihre Antwort entscheiden wird, nachdem sie die Vorschläge des Gremiums über eine 4-Tage-Woche erhalten hat.

Falls die Vorschläge angenommen werden, sollen sie sich in einer neuen grundlegenden Politik der japanischen Regierung zur Wirtschafts- und Finanzverwaltung und -reform widerspiegeln, die bereits im Juli erstellt werden soll.

Viele Unternehmen in Japan haben als Reaktion auf die Pandemie Homeoffice und gestaffelte Arbeitszeiten eingeführt.

Kritiker befürchten Gehaltseinbußen

Auf der Grundlage von Gesprächen mit Unternehmen, die bereits die 4-Tage-Woche eingeführt haben, sollen Arbeitnehmer bei der Kindererziehung, der Pflege und der Teilnahme an ehrenamtlichen Aktivitäten profitieren.

Die Befürworter der verkürzten Arbeitswoche argumentieren auch, dass eine neue Arbeitszeitregelung die lokale Belebung fördern würde, da mehr Menschen einen Zweitjob in ihrer Heimatstadt oder außerhalb von Großstädten annehmen können.

Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass nicht wenige Arbeitnehmer durch die 4-Tage-Woche 10 bis 2ß Prozent ihres Gehalts einbüßen könnten. Außerdem könnten kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger Mitarbeitern nicht mit dem neuen System überleben.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Japan Business Federation (Keidanren) seinen Mitgliedern die Reduzierung der Wochenarbeitszeit vorgeschlagen, um so das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu verhindern.

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