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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans Umweltminister gibt sein Versprechen auf, die Kohlesucht einzudämmen

Japans Premierminister stoppte Pläne des Umweltministers

Japans Umweltminister gibt sein Versprechen auf, die Kohlesucht einzudämmen

Japans Umweltminister Shinjiro Koizumi konnte auf der Klimakonferenz in Madrid sein Versprechen, die Kohlesucht des Landes einzudämmen, nicht erfüllen, da Japans Premierminister seine Pläne gestoppt hat.

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Der Umweltminister war einer der Sprecher, die am 11. Dezember auf der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid eine Rede zu den Treibhausgasemissionszielen gehalten haben.

Keine konkreten Vorschläge vom Umweltminister

Er sagte zwar, dass er den Aufruf von UN-Generalsekretär Antionio Guterres, dass die weltweite Abhängigkeit von Kohle beendet werden soll, als Botschaft an Japan verstanden habe, konnte aber keine konkreten Maßnahmen vorschlagen.

„Ich werde nächstes Jahr Vater. Ich habe die Pflicht, die Zukunft nach 2050 zu sichern, das ist meine Zukunft und in der Tat die Zukunft meines Kindes und aller Kinder“, so Koizumi. Allerdings scheint die Sicherung der Zukunft nicht über wirtschaftliche Interessen des Landes hinauszugehen.

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Japan wird von einigen Ländern und Umweltaktivisten zunehmend kritisiert, weil das Land plant, weitere Kohlekraftwerke zu bauen. Das merkte der japanische Umweltminister auf seiner Rede auch an.

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Laut Quellen aus dem Umweltministerium hatte Koizumi eigentlich vor, eine Maßnahme zur Verringerung von Kohleenergie anzukündigen. Dafür wurden drei Vorschläge geprüft – darunter eine internationale Verpflichtung zur Beschränkung des japanischen Exports von Kohlekraftwerken.

Abe stoppte Pläne zum Abbau der Kohleenergie in Japan

Mitte November hieß es noch aus dem Umweltministerium, dass der Koizumi in seiner Rede eine starke Botschaft aussenden werde. Allerdings hat das Büro von Premierminister Shinzo Abe den Plan des Umweltministers nicht gebilligt, da dies dem grundlegenden Energieplan der japanischen Regierung widersprechen würde.

Am 9. Dezember sagte Koizumi zu Reportern, dass er versucht habe, eine positive Botschaft zu überbringen. Allerdings scheint es so, dass er da bereits aufgegeben hatte, auf der Konferenz in Madrid eine neue Initiative Japans anzukündigen.

Am darauffolgenden Tag sagte Koizumi, dass er nicht genügend Macht habe, um dies zu erreichen. Nach seiner Rede auf der Klimakonferenz erhielt er den Preis „Fossil des Tages“ und wurde von Umweltaktivisten deutlich kritisiert.

MA

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