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Trinken wollte er es aber nicht

Japans Vize-Premierminister glaubt weiterhin, dass man aufbereitetes Wasser aus Fukushima trinken kann

Japans Vize-Premierminister Taro Aso wiederholte am Freitag seine Behauptung, dass man das behandelte Wasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ohne Bedenken trinken kann.

China hatte als Reaktion auf den Plan Japans, das Abwasser ins Meer abzulassen, Aso aufgefordert, es persönlich zu beweisen.

Vize-Premierminister bekräftigt seine Aussage

„Ich bin sicher, dass das Wasser so stark verdünnt ist, dass die Tritiumkonzentration unter der Richtlinie für Trinkwasser der Weltgesundheitsorganisation liegt, sodass es bedenkenlos getrunken werden kann“, so Japans Vize-Premierminister auf einer Pressekonferenz, ohne direkt auf den Vorschlag des chinesischen Außenministeriumssprechers Zhao Lijian am Mittwoch zu reagieren.

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Zhaos Bemerkung auf einer Pressekonferenz kam einen Tag, nachdem Tokyo offiziell beschlossen hat, das behandelte Wasser aus dem Atomkraftwerk im Nordosten Japans in zwei Jahren ins Meer zu leiten.

Aso sagte an dem Tag: „Ich habe gehört, dass wir keinen Schaden haben werden, wenn wir das behandelte Wasser trinken“. Er wies Zhaos Kritik zurück, dass der Pazifische Ozean nicht Japans Kanalisation sei und konterte: „Ist es also Chinas Kanalisation? Es ist das Meer von allen.“ Aso, ehemaliger Premierminister, der seit 2012 auch als Finanzminister arbeitet, ist oft wegen kontroverser Aussagen unter Beschuss geraten.

Viel Kritik an Japans Plan

Nach dem Plan der japanischen Regierung soll das Tritium auf weniger als 1.500 Becquerel pro Liter verdünnt werden, ein Vierzigstel der nach japanischem Sicherheitsstandards erlaubten Konzentration und ein Siebtel der WHO-Richtlinie für Trinkwasser.

Neben China haben sich auch Südkorea und Taiwan gegen die Entscheidung Japans ausgesprochen und argumentiert, dass das Wasser die Meeresumwelt, die Lebensmittelsicherheit und die menschliche Gesundheit schädigen wird.

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