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Druck auf den Premierminister nimmt zu

Liste der Politiker in Japan mit Verbindungen zur Vereinigungskirche wächst

Die Liste der Politiker in Japan, die eine Verbindung zur Vereinigungskirche haben, wird immer länger, nachdem der japanische Premierminister Fumio Kishida eine Überprüfung der Kontakte gefordert hatte.

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Mindestens 20 Politiker haben inzwischen eine Verbindung zur Sekte zugegeben, was zeigt, dass die Vereinigungskirche tief in der japanischen Politik verwurzelt ist und ihren Einflussbereich immer weiter ausweitet.

Sieben Politiker des neuen Kabinetts räumten eine Verbindung zur Sekte ein

Mittlerweile haben auch sieben Minister aus dem neuen Kabinett des Premierministers eine Verbindung zur Sekte eingeräumt.

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Die Sekte, die in Japan offiziell „Familienföderation für Weltfrieden und Wiedervereinigung“ heißt, wurde von einem überzeugten Antikommunisten gegründet und ist für ihre Massenhochzeiten und weil sogenannte „spiritueller Verkäufe“ in die Kritik geraten.

Bei den „spirituelle Verkäufen“ werden Menschen unter Druck gesetzt, überteuerte Produkte zu kaufen, die dann eine Verbindung zu den Ahnen herstellen.

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Die 20 von 54 Politikern, die am Freitag zu leitenden und parlamentarischen Vizeministern ernannt wurden, haben unterschiedliche Verbindungen zur Sekte. Einige hatten an Veranstaltungen teilgenommen, Glückwunschbotschaften verschickt und Eintrittskarten für Benefizveranstaltungen verkauft.

Situation für den japanischen Premierminister wird brenzliger

Die bekannt gewordenen Verbindungen verschlimmern die Lage für den japanischen Premierminister, da diese in der Bevölkerung nicht gut ankommen, was aktuelle Umfragewerte zeigen.

Auch die Opposition erhöht den Druck auf den japanischen Premierminister. Kenta Izumi, Vorsitzender der Verfassungsdemokratischen Partei Japans, hat Kishidas Personalentscheidungen als Vertuschung der Beziehungen zwischen der LDP und der Sekte kritisiert.

Taro Kono, der für Verbraucherangelegenheiten zuständige Minister, sagte am Freitag, seine Behörde plane die Einrichtung eines Ausschusses, der sich mit Beschwerden von Menschen befassen soll, die Opfer von spirituellen Verkäufen geworden sind.

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