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Medizinische Kosten für Menschen über 75 sollen in Japan erhöht werden

10 Prozent mehr Beteiligung

Das japanische Finanzministerium hat am Freitag vorgeschlagen, die medizinischen Kosten für Menschen über 75 Jahren zu erhöhen.

Mit diesem Vorschlag will das Finanzministerium die Kosten für das Krankenversicherungssystem in Japan verbessern.

Menschen über 75 sollen 20 Prozent der medizinischen Kosten tragen

Dieser und weitere Vorschläge zur Stabilisierung der explodierenden Sozialversicherungskosten werden seit Freitag auf der Tagung des Fiskalsystemrates des Ministeriums besprochen.

Die Kosten steigen, da die Menschen in Japan immer älter werden und die Geburten deutlich zurückgehen. Es wird allerdings erwartet, dass die Vorschläge von den Menschen, die die höheren Kosten tragen werden, abgelehnt werden.

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Nach dem derzeitigen System liegt der Anteil der Kosten für medizinische Leistungen für Menschen im Alter von 70 bis 74 Jahren bei 20 Prozent. Mit Vollendung des 75. Lebensjahres reduzieren sich die Kosten auf 10 Prozent.

Angesichts der Notwendigkeit, die Kosten der arbeitenden Generation und älteren Menschen in Japan in Waage zu halten, fordert das Ministerium den Anteil bei Menschen ab 75 Jahren bei 20 Prozent zu halten.

Die Sozialausgaben Japans, einschließlich der öffentlichen Renten und medizinischer Versorgung, werden voraussichtlich ab 2022 stark ansteigen, wenn die „Nachkriegs-Babyboomer-Generation“ 75 Jahre oder älter wird.

Ein weiterer Vorschlag lautet, die Krankenhausbetten in Japan um etwa 130.000 zu reduzieren, was die Kosten für die Sozialversicherung ebenfalls senken soll.

Der Vorschlag, Betten zu reduzieren, kommt, nachdem das Gesundheitsministerium Ende September eine Liste von 424 Krankenhäusern veröffentlicht hat, für die Diskussionen über Konsolidierung und Neuausrichtung für notwendig erachtet werden. Dazu gehören Krankenhäuser, die von Kommunalverwaltungen und der japanischen Rotkreuzgesellschaft betrieben werden.

Gesundheitssystem in Japan wird langfristig Probleme bekommen.

Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales teilte vor wenigen Tagen mit, dass bis 2025 in Japan 270.000 Krankenschwestern fehlen werden. Laut einer Studie des Ministeriums deutet alles darauf hin, dass der Mangel besonders in städtischen Gebieten sehr groß sein wird.

„Die Reform in Richtung Sozialversicherung für alle Generationen ist die größte Herausforderung“, sagte Japans Premierminister Shinzo Abe auf der ersten Sitzung eines Regierungsgremiums. „Wir werden nachhaltige Reformen für das gesamte Sozialversicherungssystem in Japan in Betracht ziehen.“

MA

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