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Mehrheit der Stadtversammlungsmitglieder in Japan ist älter als 60 Jahre

Japans Bevölkerung wird immer älter und das wirkt sich mittlerweile auf die eine oder andere Branche aus. Während vor allem die Pflegebranche leidet, gibt es Bereiche, wo der mangelnde Nachwuchs weniger auffällt, jedoch bald ebenfalls ein Problem werden kann. Die Rede ist von der Lokalpolitik in Japans Dörfern und Städten. Laut einer aktuellen Statistik ist nämlich die Mehrheit der Stadtversammlungsmitglieder im ganzen Land 60 Jahre oder älter.

Um die 10.956 Versammlungsmitglieder gibt es in ganz Japan, die auf 927 Gemeinden verteilt sind. Nach einer Umfrage der National Association of Town and Village Assembly Chairs handelt es sich um eine alternde Menschengruppe. Laut der Befragung vom letzten Juni sind nämlich 8.442 Personen oder 77,1 Prozent 60 Jahre oder älter. Das Durchschnittsalter selbst liegt bei 64,2 Jahren.

Im Vergleich zum Vorjahr ist das bereits ein Anstieg von 0,7 Jahren und der Wert soll in Zukunft noch höher sein. Zu den jüngsten Mitgliedern gehört der 26-jährige Daisuke Nakao aus der Stadt Oizumi in Gunma. Das älteste ist hingegen Haruo Hanai aus Yahiko in der Präfektur Niigata mit stolzen 91 Jahren. Das hohe Alter und die wenigen Nachfolger könnten irgendwann dazu führen, dass einige Versammlungen unterbesetzt sind und ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen können. Doch nicht nur junge Menschen scheint es den Versammlungen zu mangeln.

Wenig Frauen und unterschiedliche Gehälter

Frauen machen aktuell nur 10,0 Prozent aus und kommen so nur auf 1.100 Mitglieder. Im Vergleich zum Vorjahr ist das nur ein minimaler Anstieg von 0,1 Prozent. Insgesamt gibt es sogar 305 Versammlungen, die kein einziges weibliches Mitglied besitzen. Ein weiterer Punkt, mit dem sich die Umfrage befasste, war das Gehalt der Mitglieder in den verschiedenen Regionen.

Der allgemeine Durchschnitt liegt bei ungefähr 1.693,07 Euro im Monat. Die sind jedoch nicht bei allen Gemeinden so. Die Stadt Mikurajima bezahlt lediglich 789,11 Euro. Da die Insel jedoch nur 340 Einwohner besitzt und es dementsprechend weniger zu tun gibt, ist das durchaus verständlich. Ausnahmen bei der Bezahlung gibt es zusätzlich bei der Stadt Yamatsuri in der Präfektur Fukushima, wo Stadtversammlungsmitglieder pro gearbeiteten Tag Geld erhalten und kein Monatsgehalt besitzen.

Quelle: Jiji Press

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