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Nippon Ishin schließt Abgeordneten nach Aussage zu möglichem Krieg aus der Partei aus

Ein nach wie vor heißes Thema in Japan sind die zahlreichen kleinen Inseln, um die sich mehrere Länder streiten. Aktuell versucht sich das Land mit Russland um die Nordterritorien zu einigen, die Japan gerne wieder haben will. Umso mehr sorgte die Aussage des Abgeordneten Hodaka Maruyama für große Empörung, der von Krieg sprach im Zusammenhang mit dem territorialen Streit. Seine Partei, die Nippon Ishin, reagierte prompt und schloss ihn aus.

Am Freitag gab die Partei bekannt, dass sie Maruyama aufgrund seiner Aussage offiziell ausschließen. Die Entscheidung trafen die Zuständigen während einer Parteivorstandssitzung. Kurz zuvor reichte Maruyama selbst seinen Austritt ein, nachdem er einen Anruf vom Generalsekretär der Partei, Nobuyuki Baba, erhielt. Der Vorstand akzeptierte diesen allerdings nicht und wollte die Sache genau besprechen.

Aussage könnte Verhandlungen beeinflussen

Sie gaben vorab an, dass die Bemerkung unentschuldbar sei und die Partei Maruyama deswegen nicht verteidigen könne. Die Nippon Ishin distanziert sich damit deutlich von dem Kommentar. Sie erwägen dazu, ein Treffen mit russischen Regierungsbeamten und dem Leiter einer Delegation für ein visumfreies Austauschprogramm abzuhalten, um sich zu entschuldigen.

Mehr zum Thema:  Hokkaido und Sachalin sind für das visumfreie Reisen

Am selben Tag forderte der Bürgermeister von Osaka und Vorsitzender der Japan Innovation Party, Ichiro Matsui, von Maruyama, als Unterhausmitglied zurückzutreten. Er habe als Abgeordneter eine Grenze übertreten, so Matsui. Weiter sagte er Reportern, dass er zurücktreten solle, da er mit seiner Äußerung die Arbeit der Menschen mit Füßen trete, die so hart an der Rückgabe der Nordterritorien arbeiteten. Matsui selbst entschuldigte sich zutiefst für das Verhalten und er befürchtete, dass sich die Aussage negativ auf die Verhandlungen auswirkt.

Andere Parteien zeigten sich ebenfalls schockiert

Maruyama machte seine Aussage während seines Aufenthalts auf der Kunashiri-Insel, die zu den Nordterritorien gehört. Auf die Frage nach dem Territorialstreit antwortete er, dass das Problem wohl nie eine Lösung finden wird, wenn sie keinen Krieg führen. Aufgrund der historischen Vergangenheit Japans zeigten sich viele von dem Statement des 35-Jährigen absolut schockiert und empört.

Andere Parteien äußerten ebenfalls scharfe Kritik. So traf sich am Montag die oppositionelle, konstitutionelle Demokratische Partei mit anderen wichtigen Oppositionsparteien. Alle waren sich dabei einig, dass Maruyamas Aussage eine komplette Entgleisung ist und sie die Reaktion der Nippon Ishin genau beobachten. Leiter der Democratic Party for the People, Yuichiro Tamaki, gab zusätzlich gegenüber Reportern an, dass die Bemerkung bedauerlich sei und Japans nationale Interessen untergräbe.

Quelle: Mainichi Shimbun

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