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News Politik Nordkorea setzt Japan mit Entführungsproblem unter Druck

Nordkorea setzt Japan mit Entführungsproblem unter Druck

Obwohl sich letztes Jahr das Verhältnis zu Nordkorea besserte, gibt es nach wie vor Konflikte mit dem Land. Während der Norden Unterstützung will, fordern Länder international eine komplette Abrüstung. Japan fordert zusätzlich die Freilassung von den entführten Japanern während der 80er Jahre. Laut Nordkorea gibt es allerdings das sogenannte Entführungsproblem nicht und alle restlichen Opfer seien tot. Nun droht das Land sogar Japan und fordert, dass sie die Sache ruhen lassen sollen.

Sollte Tokyo weiterhin Druck ausüben, sieht sich der Norden gezwungen die Zwangsarbeit auf der japanischen Seite während des Zweiten Weltkriegs aufzuarbeiten. Laut einer diplomatischen Quelle will das Land beim nächsten bilateralen Gespräch das Thema anschneiden, wenn Japan nichts ändert.

Schon im Dezember 2018 sprach der nordkoreanische Außenminister Ri Yong-ho beim japanischen Amtskollegen Taro Kono das Thema an. Yon-ho habe keine andere Wahl, als die 8,4 Millionen Zwangsarbeiter anzusprechen, wenn Tokyo weiter die Freilassung der Entführten fordert. Weiter ließ er über den mongolischen Außenminister Damdin Tsogtbaatar ausrichten, dass es unlogisch von Japan ist, die Rückkehr von Menschen zu fordern, die tot sind oder nie in Nordkorea waren.

Japan will standhaft bleiben

Ein empfindlicher Punkt für die japanische Regierung, da es aktuell einen Streit mit Südkorea wegen einer Entschädigungszahlung für südkoreanische Zwangsarbeiter gibt. Japan akzeptierte das Gerichtsurteil zu den Entschädigungen nicht, da laut einer Vereinbarung von 1965 das Verbrechen als erledigt und entschädigt gilt. Eine Zahlung von Unternehmen an die Betroffenen unter Auflage eines Urteils ist damit nicht erlaubt. Viele sind jedoch der Ansicht, dass der Vertrag zu wenig ist und das Problem noch nicht aufgearbeitet ist. Derselben Ansicht ist Pjöngjang. Mehrmals gab es bereits aus dem Norden über die Medien Kritik an dem Abkommen.

Trotz der durchaus bedrohlichen Ankündigung wird Japan seine Forderungen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zurückziehen. Besonders für Japans Premierminister Shinzo Abe sind die Entführten von höchster Priorität. Ein Beamter gab an, dass Tokyo das Problem lösen will, egal was der Norden androht. Offiziell äußerte sich Abe allerdings bis jetzt nicht zu der Drohung und es ist nicht klar, ob es überhaupt eine Reaktion aus Tokyo gibt.

Quelle: Kyodo News

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