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Olympische Spiele könnten in Japan später stattfinden

Vertrag lässt Verschiebung zu

Japans Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto sagte am Dienstag, dass der Vertrag für die Durchführung der Spiele in Tokyo nur spezifiziert, dass die Veranstaltung im Jahr 2020 stattfinden muss.

Damit implizierte die Ministerin im japanischen Oberhaus, dass die Olympischen Spiele später im Jahr stattfinden könnten und nicht wie geplant am 24. Juli beginnen müssten.

Überlegungen, die Olympischen Spiele in Japan zu verschieben, werden lauter

„Das IOC hat das Recht, die Spiele nur abzusagen, wenn sie nicht im Jahr 2020 stattfinden“, sagte Hashimoto gegenüber dem Parlament. „Dies kann so interpretiert werden, dass die Spiele verschoben werden können, solange sie während des Kalenderjahres stattfinden.“

Mehr zum Thema:  Angebot aus London, die Olympischen Spiele 2020 auszurichten, stößt in Japan auf wenig Gegenliebe

Da sich in Japan der Coronavirus immer weiter ausbreitet, werden zurzeit immer wieder eine Verschiebung der Spiele angesprochen, aber bisher gibt es keine konkreten Pläne in dieser Richtung.

Das IOC hat bereits einer möglichen Verschiebung auf einer Sitzung des Vorstandes des Internationalen Olympischen Komitees in der Schweiz schnell zurückgewiesen.

„Wir werden die Spiele am 24. Juli starten“, so IOC-Sprecher Mark Adams bei einem Briefing.

IOC-Präsident Thomas Bach und die Organisatoren von Tokyo haben wiederholt bekräftigt, dass die Olympischen Spiele planmäßig eröffnet werden. Andere haben vorgeschlagen, dass das sich ausbreitende Virus die Absage, Verschiebung oder Verlagerung andere Städte nötig machen könnte.

IOC sieht keinen Grund, die Spiele zu verschieben

Das IOC gab am Dienstag eine Erklärung ab, in der das Komitee sein volles Engagement für den Erfolg der Olympischen Spiele Tokyo 2020, die vom 24. Juli bis 9. August 2020 stattfinden, zum Ausdruck brachte.

Sollten die Spiele verschoben oder ganz abgesagt werden, wäre dies für die japanische Wirtschaft ein weiterer schwerer Schlag, die zurzeit durch den Coronavirus und der allgemeinen Lage Japans kurz vor einer Rezession steht.

Das Internationale Olympische Komitee erzielt 73 Prozent seines Einkommens von 5,7 Milliarden US-Dollar in einem vierjährigen olympischen Zyklus aus dem Verkauf von Übertragungsrechten. Etwa die Hälfte dieser TV-Einnahmen stammt vom amerikanischen Sender NBC.

Die NBC-Muttergesellschaft Comcast sagte, dass NBC aufgrund der Versicherung und der Art und Weise, wie Verträge geschlossen werden, keine Verluste erleiden wird, wenn die Olympischen Spiele abgesagt werden.

Brian Roberts, CEO von Comcast, sagte jedoch, dass das Unternehmen werbefinanzierte Gewinne verpassen würde, die für die Olympischen Spiele 2016 in Rio 250 Millionen US-Dollar betrugen. Während seiner Ausführungen auf einer Investitionskonferenz am Dienstag ging er nicht auf die Möglichkeit einer Verschiebung der Spiele ein.

TJT

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