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Trotz erneuten Anstieg der Infektionen und viel Kritik

Olympischen Spiele in Japan sollen auf jeden Fall stattfinden

Japans Premierminister bekräftigte am Freitag noch einmal, dass die Olympischen Spiele im Sommer in Tokyo stattfinden werden.

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In seiner Rede versprach er, dass die Spiele „sicher“ sein werden, auch wenn Japan mit einer neuen Infektionswelle zu kämpfen hat. Suga ignorierte damit allerdings jegliche Kritik im eigenen Land an der Veranstaltung.

Olympische Spiele als Beweis, dass die Menschheit die Pandemie besiegt hat

In der vorab aufgezeichneten Rede vor der UNO-Generalversammlung berief sich Suga auf seine früheren Aussagen, dass die Spiele in Tokyo als Beweis dafür dienen werden, dass die Menschheit die Pandemie besiegt hat, die weltweit mittlerweile fast 1,5 Millionen Menschenleben gefordert hat.

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„Ich werde weiterhin keine Mühen scheuen, um die Spiele sicherzumachen“, so Suga bei einer Sondersitzung zum Coronavirus. Japan hat es bisher geschafft, relativ glimpflich durch die Pandemie zu fahren. Allerdings steigen die Infektionszahlen in Japan zurzeit stark an und bringen das Gesundheitssystem des Landes in starke Bedrängnis, da auch die Fälle von Menschen mit schweren Symptomen stark ansteigen.

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Die Organisatoren der Spiele 2020 – die zum ersten Mal in Friedenszeiten seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 verschoben wurden – und die japanische Regierung erwägen Maßnahmen, die es ermöglichen, die Spiele stattfinden zu lassen und gleichzeitig Ausbrüche zu verhindern, einschließlich regelmäßiger Tests der Athleten.

Internationale Gemeinschaft muss eine vereinte Welt verwirklichen

In seiner Rede betonte Suga die Notwendigkeit, dass die internationale Gemeinschaft zusammenkommt, um das Coronavirus zu bekämpfen und sagte, dass „wir angesichts dieser Herausforderung eine ‚vereinte Welt‘ und nicht eine ‚geteilte Welt‘ verwirklichen müssen“. Die Äußerungen erfolgten inmitten verschärfter Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China, den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, in Fragen, die von Handel und Sicherheit bis hin zu den Menschenrechten reichen.

„Japan ist bereit, am Überprüfungs- und Reformprozess der Weltgesundheitsorganisation mitzuwirken, die für ihre erste Reaktion auf die Pandemie kritisiert wurde, um nicht nur die gegenwärtige Krise zu überwinden, sondern auch um besser auf künftige Krisen vorbereitet zu sein“, so Suga. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hielt ihre Jahresversammlung praktisch im September ab, berief jedoch für Donnerstag eine zweitägige Sondersitzung ein, um die Reaktion auf das Coronavirus zu diskutieren.

Neben Japans Premierminister sprach auch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Generalversammlung.

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