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HomeNachrichten aus JapanPolitikOpposition in Japan kritisiert fehlende Neutralität in der Berichterstattung über die Wahlen

Konzentration ausschließlich auf die LDP

Opposition in Japan kritisiert fehlende Neutralität in der Berichterstattung über die Wahlen

Jiji: Die Opposition in Japan hat über die intensive Berichterstattung der Medien über die LDP, im Vorfeld der am 29. September stattfindenden Wahl zum neuen Vorsitzenden der Partei, kritisiert.

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Die Oppositionsparteien forderten politische Neutralität von den Medien angesichts der im Herbst stattfindenden allgemeinen Wahlen in Japan.

Opposition befürchtet Verlust von Aufmerksamkeit

Hinter der Kritik steht auch die Sorge der Opposition, dass die Berichterstattung dafür sorgt, dass sich die Aufmerksamkeit der Bevölkerung von den Maßnahmen gegen die Pandemie wegbewegt, da die Wahl nun das vorherrschende Thema ist.

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„Jetzt wird eine Präsidentschaftswahl abgehalten, an der nur eine Million Menschen teilnehmen können“, sagte Yukio Edano, der Vorsitzende der Konstitutionellen Demokratischen Partei Japans, in einer Wahlkampfrede in der Stadt Abiko.

„Die wahre Schlacht ist die Unterhauswahl mit 100 Millionen Wählern. Wir präsentieren ihnen eine klare Alternative“, so Edano.

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Die Opposition hatte ihre Angriffe auf Suga wegen seines Umgangs mit der Pandemie mittlerweile verschärft, um vor der Unterhauswahl an Zustimmung zu gewinnen.

„Aber Sugas abrupte Ankündigung hat die Situation verändert,“ sagte ein junges Mitglied der CDP.

Medien berichten fast ausschließlich über die LDP

In Japan berichten fast alle Medien aktuell nur über die LDP und ihren Wahlkampf, insbesondere die reichweitenstärksten Medien.

CDP-Abgeordnete Jun Azumi sagte am Mittwoch, er werde in Erwägung ziehen, das Problem der Broadcasting Ethics & Program Improvement Organization zu melden.

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Ein Vorstandsmitglied der Kommunistischen Partei Japans beschwerte sich darüber, dass in einem Programm nur wenige Minuten über die Oppositionsparteien berichtet wurde, während der Rest des Programms fast ausschließlich dem LDP-Wahlkampf gewidmet war.

Ein Mitglied der Demokratischen Partei für das Volk warnte unterdessen vor übertriebener Kritik: „Es ist nicht gut, etwas zu sagen, das Druck auf die Nachrichtenorganisationen ausübt.“

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