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LDP einfach zu stark

Opposition in Japan schafft es wieder nicht, die Gunst der Wähler zu gewinnen

Die Opposition in Japan hat seit Jahren ein Problem, sie spielt im Parlament kaum eine Rolle und schafft es nicht, bei den Wahlen die Gunst der Wähler für sich zugewinnen.

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Auch bei den anstehenden Parlamentswahlen sieht es wieder so aus, dass man der LDP nichts entgegensetzten kann und das, obwohl sich die Parteien in einigen Wahlkreisen sogar zusammengetan haben, um die Macht der Regierungspartei zu brechen.

Opposition schafft es nicht, die Wähler von sich zu überzeugen

Zwar zeigen Umfragen, dass sich die Menschen weder von den Kandidaten der Regierungsparteien LDP und Komeito erwärmen können, noch für die beiden Parteien, was die letzte Wahl vor den Parlamentswahlen auch zeigte, schafft es die Opposition einfach nicht, die Wähler davon zu überzeugen, dass ihre Kandidaten die bessere Option ist.

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Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die LDP in den letzten Jahren insbesondere durch Skandale geglänzt hat und allgemein als „rückständig“ wahrgenommen wird. Außerdem wünschen sich sehr viele Menschen in Japan eine Änderung des Politikstils.

Um die Macht der LDP zu brechen, haben sich die Oppositionsparteien Konstitutionelle Demokratische Partei Japans, Kommunistische Partei Japans, Demokratische Partei für das Volk, Reiwa Shinsengumi und die Sozialdemokratische Partei zusammengetan, um in den Bezirken mit nur einem Sitz einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen.

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So wollen sie dafür sorgen, dass die Stimmen konzentriert und nicht unter allen Parteien der Opposition aufgeteilt werden.

Die gemeinsamen Kandidaten treten in 217 (75 Prozent) der 289 Wahlbezirke an. Trotzdem muss sie um die Mehrheit in den meisten Bezirken kämpfen, denn dort liefert sich die LDP mit der Oppositions-Koalition ein Kopf-an-Kopf rennen.

In nur 18 Bezirken liegt die Koalition vor der Regierungspartei, die LDP wiederum führt in 78 Bezirken. In 71 Bezirken ist das Rennen so knapp, dass man nicht vorhersagen kann, wer dort gewinnen wird.

Japan steuert auf ein „weiter, wie immer“ zu

Bei den letzten Unterhauswahlen war die Opposition zersplittert, was dazu führte, dass es in allen Wahlkreisen zig Kandidaten gab. Die LDP gewann die Wahl mit einem Erdrutschsieg.

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In diesem Jahr sollte es anders werden, man wollte der Regierungspartei endlich etwas entgegensetzten, doch auch wenn der Optimismus anfangs sehr groß war, ist mittlerweile Ernüchterung eingetreten.

Prognosen zur Folge, wird die LDP auch in diesem Jahr wieder die Mehrheit erlangen, was für Japan bedeutet, dass es vier Jahre so weitergehen wird, wie bisher. Ob das eine gute Idee für ein Land ist, das hoch verschuldet ist und das mit vielen Problemen zu kämpfen hat, auf die die LDP bisher noch keine Antwort hatte, kann angezweifelt werden.

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