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Premierminister Abe bittet China Importverbot für Lebensmittel aufzuheben

Obwohl die nukleare Katastrophe in Fukushima mittlerweile mehr als sieben Jahre her ist, gibt es immer noch wirtschaftliche Probleme für die Region. Aufgrund der Strahlung sind die Importe deutlich gesunken, wenngleich die Lebensmittel aus der Präfektur mittlerweile als sicher gelten. Trotz alledem gehört China zu den letzten Ländern, die nach wie vor ein Importverbot für Nahrungsmittel aus der Region besitzen. Japans Premierminister Shinzo Abe bat deswegen China, das Verbot aufzuheben.

Am Freitag traf sich Abe mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping während des G20 Gipfels in Buenos Aires. Er sprach dabei das Importverbot an und bat ihn, die Regelung aufzuheben. Grund für die Bitte war eine Nachricht von dem japanischen Landwirtschaftsministerium am Donnerstag. Das Ministerium gab bekannt, dass Peking seit Kurzem die Lieferung von Reisprodukten aus Niigata nach China erlaubt. Eigentlich fallen Produkte aus der Präfektur ebenfalls unter das Verbot, obwohl sich die Region 200 Kilometer von dem Unglücksort entfernt befindet.

Neue Regelungen sind möglich

Abe freute sich über die Lockerung und hofft nun, dass Xi womöglich das Verbot komplett aufhebt. Xi reagierte bereits auf die Bitte und sagte, dass er Maßnahmen auf Grundlage der Gutachten ergreife. Wissenschaftliche Prüfungen belegen, dass Produkte aus den betroffenen Präfekturen sicher sind. Schon seit 2015 sind die radioaktiven Messungen für Reis deutlich unter den bedenklichen Werten. Regelmäßige Überprüfungen bestätigen, dass die Strahlenwerte unbedenklich sind. Ob das jedoch reicht, um China zu überzeugen, bleibt abzuwarten.

Insgesamt gibt es ein Importverbot für zehn Präfekturen. Verboten sind unter anderem Reis-, Fleisch- und Fischprodukte. Das einzige weitere Land, das eine derartig strenge Regelung besitzt, ist Taiwan. Bei einem Referendum stimmte die Bevölkerung für eine Verlängerung des Verbots, das für fünf Präfekturen gilt. Aufgrund des Ergebnisses forderten betroffene Landwirte und Fischer mehr Hilfe von der Regierung. Sie soll dabei helfen, dass andere Länder ihre Produkte nicht mehr als gefährlich ansehen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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