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Unmut wird größer

Rückhalt des japanischen Premierministers erreicht neuen Tiefpunkt

Der Rückhalt des japanischen Premierministers Yoshihide Suga ist nach der Verlängerung des Ausnahmezustands in der japanischen Bevölkerung auf einen neuen Tiefpunkt gefallen.

Laut einer Umfrage von JNN hat Suga nur noch eine Unterstützung von 40 Prozent in der Bevölkerung. Ein Rückgang von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auf die Frage, ob die Menschen mit der Regierung und ihrem Umgang mit der Pandemie zufrieden sind, gaben 63 Prozent „Nein“ an, ein Anstieg von 13 Prozent.

Umfragewerte spiegeln den Unmut gegenüber dem japanischen Premierminister wider

Die Umfragewerte spiegeln auch den Unmut gegenüber den Plänen des japanischen Premierministers wider, die Olympischen Spiele unbedingt durchführen zu wollen.

60 Prozent der Befragten sprachen sich gegen die Sportveranstaltung aus und gaben an, dass sie abgesagt werden sollen.

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Für den japanischen Premierminister sind die Umfragewerte kein gutes Zeichen, er muss sich im Herbst zur Wiederwahl stellen. Zwar steht seine Partei, die LDP, sehr gut da und eigentlich steht es schon fest, dass sie wieder stärkste Kraft im Land wird, aber die Unterstützung in der eigenen Partei lässt nach.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Impfkampagne, die nicht vorankommt. Nur 2,4 Prozent der Menschen in Japan haben bisher den Impfstoff erhalten, trotz der Tatsache, dass Millionen Dosen von der Regierung gelagert werden.

Die Tatsache, dass Japan sich in einer dritten Infektionswelle befindet und die Krankenhäuser in vielen Regionen kaum noch Möglichkeiten haben, die Menschen zu behandeln, in Osaka haben die medizinischen Einrichtungen gar keine Kapazitäten mehr frei, und in diesen Monat beim Impfen erst durchstarten will, ist ein weiterer Grund für die sinkende Beliebtheit des japanischen Premierministers.

In der Umfrage von JNN gaben drei Vierte der Befragten an, dass sie nicht glauben, dass die japanische Regierung ihr Ziel, alle Menschen über 64 Jahre bis Ende Juli vollständig zu impfen.

Ausnahmezustand, der zahnlose Tiger im Kampf gegen die Pandemie

Um der Pandemie etwas entgegen zu setzten, hatte Suga am Freitag den Ausnahmezustand über Tokyo, Osaka, Hyogo und Kyoto verlängert und die Maßnahme auch in zwei weiteren Präfekturen verhängt. Allerdings wurden gleichzeitig die Einschränkungen gelockert.

Die Menschen haben mittlerweile allerdings genug von dieser Maßnahme, da die Mehrheit der Meinung ist, dass sie nichts bringt und viel zu locker ist.

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