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Japans geplantes Raketenabwehrsystem aus den USA sorgt nach wie vor für Streit.

Russland und Japan erneut im Streit wegen Raketenabwehrsystem

Nachdem sich in der Vergangenheit erneut gezeigt hatte, dass Nordkorea für Japan eine große Bedrohung darstellt, baut das Land die Verteidigung aus. Doch Russland freut sich weniger über das geplante Raketenabwehrsystem, das aus den USA stammt. Bei einem Gespräch zwischen Russland und Japan am Donnerstag gab es keine Einigung.

Bei dem Gespräch ging es jedoch nicht nur um das Raketenabwehrsystem. Gleichermaßen wollte Japan über die Aufstellung des Militärs auf den umstrittenen Inseln sprechen. Hier konnten sich die Außen- und Verteidigungsminister ebenfalls nicht einigen. Japans Außenminister Taro Kono erklärte von seiner Seite, dass Raketenübungen und der Einsatz von Kampfflugzeugen auf Kurilen in den Nordterritorien inakzeptabel sind.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow verteidigte sich. Er erinnerte daran, dass nach internationalem Recht die Inseln Russland gehören und sie demnach militärisch aktiv sein dürfen. Es sind bereits Sukhoi Su-35-Kampfflugzeuge und Raketen stationiert und sie planen nicht, sie bald zu entfernen. Lawrow ist hingegen eher wegen des Aegis Ashore Raketenabwehrsystems besorgt.

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Er sieht darin nur einen Versuch der USA, ihren Bereich weit über ihr Territorium auszuweiten. Weiter kritisierte er allgemein die Sicherheitsallianz zwischen Japan und den USA. Russland sei deswegen für eine neue Sicherheitsarchitektur im indopazifischen Raum. Japans Verteidigungsminister Takeshi Iwaya versucht hingegen zu beruhigen. Er versicherte, dass sie die Raketen wirklich nur zur Verteidigung nutzen und Russland auf keinen Fall gefährden wollen.

Territorialstreit will Abe noch vor der Wahl lösen

Bei dem Treffen gab es allerdings noch einen Punkt, in dem sich beide Länder einig waren. Sie wollen weiter zusammen an der Denuklearisierung von Nordkorea arbeiten. In einem früheren Treffen am selben Tag erklärte Japan, dass die kürzlich abgefeuerten Raketen von Nordkorea einer russischen Iskander ähneln. Das wäre ein eindeutiger Verstoß gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu äußerte sich nicht zu dem Vorwurf.

Zum Schluss gaben beide Länder an, dass sie weiter militärisch zusammen arbeiten und die gemeinsamen Such- und Rettungsübungen fortsetzen. Premierminister Shinzo Abe und der russische Präsident Vladimir Putin treffen sich während des G20-Gipfels, um bestimmte Punkte direkt noch zu besprechen. Abe hofft dabei, den Territorialstreit noch vor den Wahlen im Sommer zu lösen.

Es ist das vierte Treffen dieser Art seit 2013. Die beiden Länder führten sie ein, um die Kommunikation zu verbessern und das Vertrauen zu stärken. Denn nach wie vor gibt es keinen offiziellen Friedensvertrag nach dem Zweiten Weltkrieg, da es immer noch Streit um die Territorien gibt. Insbesondere die Inseln vor Hokkaido sind Grund des Streites, da Japan sie von Russland zurückfordert.

Quelle: Kyodo

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