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Wladimir Putin zeigt sich offenen

Russland will Friedensverhandlungen mit Japan fortführen

Japan und Russland haben seit Ende des Zweiten Weltkriegs immer noch keinen Friedensvertrag geschlossen. Japan würde das gerne ändern und Russland zeigt weiterhin Interesse an Verhandlungen.

Am Freitag fand das St. Petersburg International Economic Forum in St. Petersburg, Russland statt, dass überwiegend über Online-Meeting lief. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach bei einem Treffen mit internationalen Nachrichtenagenturen auch über Japan.

Russland ist für weitere Gespräche bereit

Putin betonte, dass er bereit sei die Friedensvertragsverhandlungen mit Japan wieder aufzunehmen, wenn beide Seite verstehen, dass strategische Interessen eine Rolle bei dem Vertrag spielen. Die Gespräche waren letztes Jahr wieder abgekühlt, da Russland in seiner neuen Verfassung festhielt, dass die Abgabe von Teilen ihres Territoriums verboten ist. Hinzu kamen die Einschränkungen durch die Pandemie

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Tatsächlich ist ein Gebietsstreit um die sogenannten Nordterritorien der einzige große Grund, der die beiden Länder seit mehr als 75 Jahre daran hindert offiziell Frieden zu schließen. Damit gibt es weiterhin nur einen Waffenstillstand, der jederzeit wieder gebrochen werden kann, auch wenn es unwahrscheinlich ist.

Bei den Gebieten handelt es sich um eine Gruppe Inseln, die zurzeit von Russland kontrolliert werden. Vor Kriegsende gehörten sie jedoch Japan und sie wollen sie wieder zurück haben, da sie in ihren Augen illegal besetzt wurden.

Putin sieht Japan als einen Partner an

Die Übernahme von Russland hatte dabei nicht nur zur Folge, dass sich Japans Gebiet verkleinerte, sondern auch, dass zahlreiche Einheimische vertrieben wurden. Bis heute dürfen sie nur zu bestimmten Termin zu Besuch auf die Inseln kommen, aber nicht dort wohnen.

Bisher konnten sich die beiden Länder auf keine Lösung einigen. Jedoch gibt es seit einiger Zeit ein Wirtschaftsprojekt, bei dem Touristen die Inseln und russischen Bewohner besser kennenlernen sollen. Ebenfalls sollen verschiedenen Wirtschaftszweige unterstützt werden.

Putin selbst erklärte, dass die Änderung zu den Territorien in der Verfassung notwendig war. Trotzdem sei es von seiner Seite kein Zeichen, dass er die Gespräche mit Japan aussetzen will oder gar aufgibt. Für ihn sei das Land ein natürlicher Partner in verschiedenen Bereichen und sie könnten Zusammenarbeit.

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