Stats

Anzeige
Home News Politik Russland wirft Japan vor, sich in innere Angelegenheiten einzumischen

Russland plant Militärübung vor Hokkaido

Russland wirft Japan vor, sich in innere Angelegenheiten einzumischen

Russland hat den japanischen Botschafter vorgeladen und der Regierung in Japan vorgeworfen, dass sich das Land in die Innenpolitik Russlands einmischt.

Der stellvertretende Außenminister Russlands, Igor Morgulov, ermahnte den japanischen Botschafter Toyohisa Kozuki zu dem, was Morgulov als Kommentar Japans zu jüngsten russischen Besuchen und militärischen Aktivitäten auf umstrittenen Inseln vor Hokkaido beschrieben haben soll.

Während des Treffens bezeichnete Morgulov die Äußerungen Tokyos als gleichbedeutend mit Versuchen, sich in die inneren Angelegenheiten Russlands einzumischen, so ein Bericht der russischen Nachrichtenagentur TASS.

Kritik aus Russland ist inakzeptabel

Eine solche Kritik sei inakzeptabel, konterte Kabinettschef Yoshihide Suga und fügte hinzu, dass der Botschafter dies auch während des Treffens angegeben habe.

Am 2. August besuchte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew Etorofu, eine der vier Inseln vor Hokkaido, die zu Russland gehören.

Mehr zum Thema:
Russland beendet Territorialgespräche mit Japan

Zur gleichen Zeit kündigte Russland eine groß angelegte Militärübung in der Region an, darunter auch ein Manöver von Luftlandetruppen.

Militärübung vor Hokkaido

Die Übung umfasst 1.000 Soldaten, Hubschrauber, Panzer und anderes Kriegsgerät. Zudem will Russland auf Kunashiri, einer kleinen Insel vor Hokkaido, Geschütz-Übungen vornehmen.

Die Inseln vor Hokkaido, die Russland zum Ende des Zweiten Weltkriegs annektierte, gehören: Kunashiri, Etorofu, Shikotan und die Habomai-Inselgruppe.

Die Annektierung ist ein Grund, wieso Japan und Russland noch keinen Friedensvertrag unterzeichnet haben.

Keine Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Russland und Japan

Moskau behauptet, die Inseln seien ihm mit Zustimmung der Sieger des Zweiten Weltkriegs im Rahmen der Nachkriegsregelung zugeteilt worden. Eine gemeinsame Erklärung von 1956 besagt, dass Shikotan und die Habomai-Inselgruppe nach Abschluss eines Nachkriegsfriedensvertrages von der Sowjetunion wieder zurück an Japan gegeben werden.

Japans Premierminister Shinzo Abe führte bereits Gespräche mit Russland, die allerdings keinen Fortschritt brachten.

Bisher wurde nur vereinbart, dass Touristen kein Visum für die Einreise brauchen und es wurden über einige Inventionen seitens Japans gesprochen.

Im September sind weitere Gespräche geplant.

Quelle: AS, MA

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige