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HomeNachrichten aus JapanPolitikSchlechtes Wahlergebnis sorgt für Spannung in Japans größter Oppositionspartei

Viele Sitze im Unterhaus verloren

Schlechtes Wahlergebnis sorgt für Spannung in Japans größter Oppositionspartei

Japans größte Oppositionspartei hat ein schlechtes Wahlergebnis bei den Parlamentswahlen in Japan eingefahren. Insgesamt konnte die CDP nur 96 Sitze erringen, also 14 Sitze weniger.

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Das schlechte Ergebnis hat die Forderung innerhalb der Partei laut werden lassen, dass die Parteiführung die Verantwortung übernehmen muss.

CDP hoffte auf ein deutlich besseres Wahlergebnis

Die CDP hatte eigentlich gehofft, bei den Wahlen den Anteil ihrer Sitze erhöhen zu können, da sie sich mit der JPC und einigen anderen Oppositionsparteien zusammengetan hatten, um der LDP die Stirn zu bieten.

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Trotzdem fiel das Wahlergebnis für die CDP ernüchternd aus, selbst die stellvertretende Parteivorsitzende Kiyomi Tsujimoto verlor ihren Wahlkreis.

Der Generalsekretär der CDP, Tetsuro Fukuyama, erklärte am Morgen nach der Wahl: „Als Vorstandsmitglieder der Partei sind wir für das Wahlergebnis verantwortlich. Ich habe mich für meine eigene Antwort entschieden.“

Auch Kooperation konnte der CDP nicht helfen

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Fünf Oppositionsparteien, darunter die CDP und die JCP, stellten ihre Kandidaten in 213 Wahlbezirken auf. Obwohl die CDP zwei Sitze mehr im Verhältniswahlblock gewann als die 37 Sitze, die sie bei den vorangegangenen Parlamentswahlen errungen hatte, kämpfte die Partei in den Einzelwahlkreisen und gewann nur 57 Sitze, was durch die Niederlage von Ichiro Ozawa und Kishiro Nakamura deutlich wurde.

Der Parteivorsitzende Yuriko Edano lieferte sich auch ein unerwartet enges Rennen mit Hideki Makihara, einem ehemaligen Unterhausabgeordneten der regierenden LDP, im Wahlkreis Saitama Nr. 5. Am Ende schlug Edano Makihara mit etwa 6.000 Stimmen.

Auch die JCP erreichte nicht die 12 Sitze, die sie vor der Wahl hatte, sondern erhielt nur 10 Sitze, davon einen im Einzelwahlkreis und neun im Verhältniswahlblock.

Edano und seine Parteikollegen hatten sich für einheitliche Oppositionskandidaten eingesetzt, in der Hoffnung, mehr Stimmen von den JCP-Anhängern zu erhalten, doch gab es starken Widerstand von CDP-Anhängern, wie dem japanischen Gewerkschaftsbund (Rengo).

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