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Wegen Verbindung zur Vereinigungskirche

Shinzo Abes Bruder könnte bei der Kabinettsumbildung seinen Posten verlieren

Shinzō Abes Bruder, der japanische Verteidigungsminister Nobuo Kishi, könnte bei der geplanten Umstellung des Kabinetts seinen Posten verlieren, da er von der Vereinigungskirche unterstützt wurde.

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Der japanische Premierminister, Fumio Kishida, kündigte die Umstellung an, um so auf die Kritik in der Bevölkerung über die Verbindungen der Politik und der Sekte zu reagieren.

Bruder von Shinzō Abe gab Verbindungen zur Vereinigungskirche zu

Es ist davon auszugehen, dass wichtige Mitglieder des Kabinetts, wie Finanzminister Shunichi Suzuki und Tetsuo Saito, Minister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, ihre Position behalten werden. Shinzō Abe Bruder gehört allerdings nicht zu diesen Mitgliedern dazu.

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Kishida erklärte vergangene Woche, dass er alle seine Kabinettsmitglieder anweisen will, ihre Verbindungen zur Vereinigungskirche zu überprüfen und zu klären.

Nach dem Attentat auf Shinzō Abe ist die Einmischung der Sekte in die japanische Politik in den Fokus gerückt, da der Attentäter erklärt habe, er habe den Politiker erschossen, da er glaubte, dass Abe mit ihr in Verbindung steht.

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Kishi hatte bestritten, von der Sekte unterstützt worden zu sein, gab später jedoch zu, dass Mitglieder der Sekte ihm bei der letzten Wahl geholfen hatten und sagte, dass er die Verbindungen überprüfen will.

Die Vereinigungskirche ist unter anderem umstritten, weil sie ihren Anhängern viel Geld abnimmt, teilweise durch Drohungen. Die Einmischung in die japanische Politik kommt daher in der Bevölkerung nicht gut an.

Sinkende Umfragewerte zwingen Japans Premierminister zum Handeln

Inmitten der Kontroverse über die Vereinigungskirche und die Frage, ob ein Staatsbegräbnis für Shinzō Abe angemessen ist, ist die öffentliche Unterstützung für Kishidas Kabinett in Medienumfragen gesunken.

Neben der Kabinettsumbildung ist auch davon auszugehen, dass der japanische Premierminister die Führung der LDP umbesetzten wird. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass Vizepräsident Taro Aso und Generalsekretär Toshimitsu Motegi ihre Ämter behalten.

Als offiziellen Grund für die geplante Umstellung erklärte Kishida, dass dies notwendig sei, um eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen, wie die Pandemie, die hohe Inflation und die zunehmenden Spannungen in der Straße von Taiwan.

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