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Ehemaliger Landwirtschaftsminister erhielt Geld von Eierproduzenten

Sonderberater des japanischen Kabinetts tritt nach Skandal zurück

Vor wenigen Tagen wurde ein Skandal rund um den ehemaligen Landwirtschaftsminister und Sonderberater des japanischen Kabinetts, Koya Nishikawa, bekannt. Die japanische Regierung bestätigte jetzt am Dienstag, dass Nishikawa offiziell zurücktreten wird.

Kabinettschef Katsunobu Kato bestätigte während einer Pressekonferenz, dass Nishikawa zurücktreten will. Den Wunsch habe die Regierung akzeptiert und Nishikawa habe bereits sein Amt niedergelegt. Als Grund für seine Entscheidung gab er an, dass es persönliche Gründe seien.

Sonderberater nahm an Bootstour mit Firmenchef teil

Nishikawa wird zurzeit Bestechung vorgeworfen. Während seiner Amtszeit als Minister soll er von einem der größten Eierproduzenten Japans, Akita Foods, mehrere Millionen Yen erhalten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits in Bezug auf die Zahlungen, da die Gelder auch nicht in den politischen Fondsberichten auftauchen.

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Zusätzlich wurde bekannt, dass er mit dem Generaldirektor von Akita Foods eine Bootsfahrt unternommen hatte. Nishikawa und zwei ehemalige hochrangige Beamte des Ministeriums für Land-, Forst- und Fischerei sollen dabei diesen Juli den Ausflug mit der Firmenyacht gemacht haben. Die drei sollen zusätzlich in einem Luxushotel übernachtete haben, das von der Firma bezahlt wurde.

Es ist dabei nicht das erste Mal, dass Nishikawa wegen eines Skandals zurücktreten muss. Seinen Posten als Fachminister gab er ab, um Verantwortung für einen Skandal um politische Gelder zu übernehmen, in den die Liberaldemokratische Partei verwickelt war.

Skandal weitet sich aus

Der frühere Chef von Akita Foods trat hingegen diesen August zurück und steht auch noch wegen anderen Dinge im Mittelpunkt der Ermittlungen. Er soll ebenfalls zwischen Oktober 2018 und September 2019 Bestechungsgelder von insgesamt 39.735 Euro an den damaligen Landwirtschaftsminister Takamori Yoshikawa gezahlt haben.

Yoshikawa selbst ist weiterhin Mitglied des Unterhauses und streitet auch die Anschuldigungen der Bestechung ab. Dafür wird er von den anderen Parteien stark kritisiert und Tetsuro Fukuyama, Generalsekretär der Verfassungsdemokratischen Partei Japans, fordert von ihm und Nishikawa eine öffentliche Erklärung.

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