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HomeNachrichten aus JapanPolitikStimmengefälle bei den Unterhauswahlen in Japan wird erneut größer

Bevölkerungsabwanderung sorgt für Ungleichgewicht

Stimmengefälle bei den Unterhauswahlen in Japan wird erneut größer

Laut Daten der japanischen Regierung wird das Stimmengefälle bei den Unterhauswahlen erneut größer.

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Dies bedeutet, dass Stimmen in 31 der 289 Wahlkreisen weniger als halb so viel wert sind, wie eine Stimme, die in einem Wahlkreis mit der geringsten Anzahl von Wählern abgegeben wird.

Stimmengefälle verstößt gegen die japanische Verfassung

Diese Vergrößerung des Stimmengefälles verstößt allerdings gegen die japanische Verfassung und wurde von den Gerichten als verfassungswidrig eingestuft.

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Der größte Stimmenunterschied zwischen den Bezirken wurde mit 2,086 im Bezirk Tokyo Nr. 13 festgestellt, gefolgt vom Bezirk Tokyo Nr. 10 mit 2,085.

Der Bezirk Tottori Nr. 1 hat mit 231.313 die wenigsten Wahlberechtigten, während der Bezirk Tokyo Nr. 13 mit 482.445 die meisten Stimmen hat.

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Da der Grundsatz der paritätischen Vertretung im Wahlsystem verletzt wird, erwägt die japanische Regierung, die Grenzen der Wahlbezirke für die Unterhauswahlen, die 2022 oder später stattfinden könnten, zu ändern.

Nach Angaben des Innenministeriums gibt es landesweit 105.526.095 Wahlberechtigte, das sind 748.837 weniger als bei der letzten Unterhauswahl im Jahr 2017.

Wahlbezirke sollen neu aufgeteilt werden

Die Unterschiede im Gewicht einer einzelnen Stimme in allen Wahlkreisen mit einem Sitz sind bei der Unterhauswahl 2017 nach der Neueinteilung der Wahlbezirke unter den Richtwert von 2,0 gefallen. Der oberste Gerichtshof entschied allerdings, dass die Wahl verfassungsgemäß gewesen ist.

Das Stimmengefälle hat sich allerdings erneut vergrößert, da sich die Abwanderung von Menschen aus ländlichen Regionen erneut beschleunigt hat. Diese Bevölkerungskonzentration birgt besonders für die LDP Probleme.

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Sollte die japanische Regierung die Wahlbezirke neu aufteilen, würde sich die Bezirke in fünf Präfekturen um 10 erhöhen, in 10 weiteren Präfekturen würden es weniger Bezirke werden.

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