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Südkorea fordert Japan auf, dass Firmen für Zwangsarbeiter zahlen sollen

Südkorea wagt Vorstoß

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in hat Japan aufgefordert, den Vorschlag von Südkorea zur Lösung der Frage der Zwangsarbeiter zu akzeptieren.

Bei dem Vorschlag handelt es sich um eine Entschädigung für koreanische Arbeiter, die in der japanischen Besatzungszeit zur Arbeit gezwungen wurden. Die Entschädigung soll durch Mittel von Unternehmen beider Länder bezahlt werden.

Die politischen Beziehungen zwischen Südkorea und Japan sind angespannt, seit Gerichte in Südkorea japanische Unternehmen verurteilt haben, ehemalige Zwangsarbeiter finanziell zu entschädigen.

Zahlungen als Bedingungen für Gespräche zwischen Südkorea und Japan

Japan hatte dies entschieden abgelehnt, allerdings hatte Südkorea die Erfüllung der Urteile als Bedingung für Gespräche gemacht.

Japan forderte seinerseits Südkorea dazu auf, einem Schiedsgericht zuzustimmen und kündigte an, dass man notfalls vor den internationalen Gerichtshof ziehen würde.

Moon bezeichnet den südkoreanischen Vorschlag als tragfähige Lösung und als Maßnahme, die dazu beitragen wird, die Versöhnung zwischen den Beteiligten zu fördern und die Beziehungen zwischen Korea und Japan einen Schritt vorwärtszubringen.

„Obwohl Korea und Japan Verträge unterzeichnet haben … sollte man akzeptieren, dass die Opfer immer noch unter den Schmerzen leiden“, so Moon. „Letztendlich muss sich die Weisheit unserer beider Länder darauf konzentrieren, wie man die Schmerzen der Opfer heilen kann.“

Frage der Entschädigung durch ein Abkommen geregelt

Japan vertritt den Standpunkt, dass die Frage der Entschädigung, die sich aus seiner Kolonialherrschaft über die koreanische Halbinsel von 1910 bis 1945 ergibt, durch ein Abkommen von 1965 geregelt ist.

Nachdem sich die japanischen Unternehmen geweigert hatten, die Kläger, denen Schadenersatz zugesprochen wurde, im Einklang mit der Haltung ihrer Regierung zu entschädigen, haben die Anwälte für die Kläger einen Teil des japanischen Vermögens in Südkorea durch lokale Gerichte beschlagnahmen lassen.

Die Anwälte der Kläger drohen, die beschlagnahmten Vermögenswerte zu verkaufen, wenn die Unternehmen sich weiterhin weigern, Gespräche zu führen. Der Erlös aus dem Verkauf könnte zur Entschädigung der Kläger führen.

Streit zwischen Südkorea und Japan schwelt lange

2015 hatten Japan und Südkorea eine Einigung erzielt, um die Frage der Trostfrauen zu klären. Allerdings kam die Regierung von Präsident Moon Jae-in, die 2017 an die Macht kam, zu dem Schluss, dass die unter den Südkoreanern nicht sehr beliebte Vereinbarung, nicht die Meinung der überlebenden Opfer widerspiegelt.

Seoul beschloss daraufhin, eine von Japan finanzierte Stiftung aufzulösen, die durch die Vereinbarung gegründet wurde und ehemaligen Trostfrauen Geld ausgezahlt hatte.

Quelle: AT, TJT

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