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HomeNachrichten aus JapanPolitikTaro Kono will Kernkraftwerke wieder in Betrieb nehmen

Klimaziel soll erreicht werden

Taro Kono will Kernkraftwerke wieder in Betrieb nehmen

Taro Kono hat am Freitag offiziell seine Bewerbung für die Wahlen zum neuen Parteivorstand der LDP angekündigt. Sollte er die Wahl gewinnen und damit auch neuer japanische Premierminister werden, will er, dass Kernkraftwerk wieder in Betrieb genommen werden.

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Laut des Politikers ist es wichtig, um so Japans Ziel zu erreichen, bis 2050 die Emissionen des Landes auf null zu senken.

Kono will erneuerbare Energien fördern

Kono, der derzeitig als Minister für die Impfkampagne des Landes zuständig ist, betonte allerdings, dass er sich für erneuerbare Energien einsetzten, den Stromverbrauch reduzieren und die Kernenergie nur dort nutzen will, wo das Angebot knapp ist. Den Bau neuer Kernkraftwerke schließt er allerdings aus.

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Der 58-Jährige ist nach dem ehemaligen Außenminister Fumio Kishida und der ehemaligen Kommunikationsministerin Sanae Takaichi der dritte Kandidat  für die Wahl am 29. September.

Zu den weiteren Themen, die von der Suga-Regierung übernommen werden sollen, sagte der Kandidat, er werde alles tun, um die Frage der nordkoreanischen Entführungen japanischer Staatsangehöriger in den 1970er* und 1980er-Jahren zu klären. Außerdem möchte er die von früheren japanischen Regierungen vertretene Auffassung zur Kriegsgeschichte aufrechterhalten.

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Als reformorientierter Außenseiter innerhalb der konservativen LDP führt Kono die Meinungsumfragen als bevorzugter Kandidat für die Nachfolge von Yohihide Suga als Parteichef und nächster Staatschef des Landes an.

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Er hat zwei Slogans für seinen Wahlkampf gewählt: „Move Japan forward“, was auch der Titel seines kürzlich veröffentlichten Buches ist, und „Change the LDP and change politics“.

Sohn politischer Prominenz

Taro Kono wurde in der Präfektur Kanagawa als Sohn einer prominenten politischen Familie geboren. Sein Vater ist der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, Yohei Kono. Er machte seinen Abschluss an der Georgetown University in Washington und arbeitete in der Privatwirtschaft, unter anderem bei Fuji Xerox, bevor er 1996 erfolgreich für das Unterhaus kandidierte.

Der Politiker hatte sich in der Vergangenheit immer wieder gegen die „verstaubte Politik“ seiner Partei gestellt, was dazu geführt hat, dass viele Schwergewichte in der LDP gegen ihn als Premierminister sind. Bei der aktuellen Wahl haben allerdings jüngere LDP-Mitglieder viel Einfluss.

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