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HomeNachrichten aus JapanPolitikTierschutz wird Wahlkampfthema in Japan

Parteien überschlagen sich mit Wahlversprechen

Tierschutz wird Wahlkampfthema in Japan

Neben der Pandemie und der Wirtschaft ist nun auch der Tierschutz ein Wahlkampfthema für die Parlamentswahlen am 31. Oktober in Japan geworden.

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Die Regierungs- und Oppositionsparteien werben aktuell mit ihren Plänen für den Schutz von Tieren, in der Hoffnung eine breitere Unterstützung bei den Wählern zu bekommen.

Bewusstsein für Tierschutz in Japan wächst

In Japan wächst das Bewusstsein für den Tierschutz, auch in Anbetracht, dass in dem Land jedes Jahr, Zehntausende Katzen und Hunde getötet werden. Die Zahl der Tiermisshandlungen hatte zuletzt 2019 in Japan ein neues Rekordhoch erreicht.

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Insbesondere das Thema Tierhortung ist in Japan in den letzten Jahren ein großes Thema geworden, 2019 wurde ein Gesetz aufgearbeitet, dass die Strafen für Tiermissbrauch verschärft hat und einen Mikrochip bei Haustieren vorschreibt.

Das überarbeitete Tierschutzgesetz sieht eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe von bis zu 1 Mio. Yen (ca. 7.547 Euro) vor, wenn jemand Tiere misshandelt, was auch die Hortung von Tieren umfasst.

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Die LDP verspricht in ihrem Wahlkampf, gegen unverantwortliche Tierhändler vorzugehen und die Adoption von Katzen und Hunden zu erleichtern. Die Zahl der Tiere, die jährlich getötet werden, will die Regierungspartei auf null reduzieren.

Die Komeito will schärfe Maßnahmen gegen das Horten von Tieren und eine Kombination von Sozial- und Tierschutzmaßnahmen, um älteren Menschen das Zusammenleben mit Haustieren zu erleichtern. Außerdem will die Partei die Förderung von Pflegern für Haustiere.

Opposition will Horten von Tieren verhindern

Die größte Oppositionspartei in Japan fordert die Verantwortung von Tierhändlern zu erhöhen, außerdem will die Partei die Strafen für den Missbrauch von Tieren verschärfen und verspricht Gesetze für den Tierschutz auszuarbeiten.

Die Kommunistische Partei Japans möchte ein Beratungssystem einrichten, dass das Horten von Tieren verhindern und beraten soll, wie mit Haustieren bei Katastrophen umgegangen werden muss.

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Nippon Ishin no Kai will ein System zur Überwachung von Tiermissbrauch in Japan aufbauen und fordert den Stress für Nutztiere zu verringern.

Reiwa Shinsengumi fordert ständige öffentliche Tierheime, ein Verbot des kommerziellen Verkaufs von lebenden Tieren in Zoohandlungen und bessere Lebensbedingungen für Nutztiere.

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