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Tokyo dementiert südkoreanischen Bericht zur Annäherung zwischen Japan und Nordkorea

Spannungen zwischen beiden Ländern unverändert

Eine große südkoreanische Tageszeitung berichtete am Mittwoch, dass Japans Premierminister Shinzo Abe zwischen Mai und September persönliche Briefe an den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un geschickt hat.

In den Briefen soll Abe vorgeschlagen haben, dass beide Länder einen Gipfel abhalten. Tokyo dementierte nun allerdings, dass es diese Briefe gegeben hat.

Zeitung bezieht sich auf Geheimdienstquelle

Die Zeitung bezieht sich auf eine südkoreanische Geheimdienstquelle, nach der Shotaro Yachi, der damalige Leiter des Sekretariats des Nationalen Sicherheitsrates, in der Zeit dreimal als Abes Sonderbeauftragter nach Pjöngjang reiste, um die Briefe zu übermitteln.

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Auf einer Pressekonferenz dementiert Kabinettschef Yoshihide Suga den Bericht der Zeitung. Der oberste Regierungssprecher Japans wiederholte auch, dass es keine Änderungen in der Haltung Tokyos gebe.

Vor einigen Monaten erklärte Abe seine Bereitschaft Gespräche mit dem nordkoreanischen Staatschef zu führen, allerdings dürften keine Bedingungen gestellt werden.

Als Folge der Kritik des japanischen Premierministers zu den jüngsten Raketentests von Nordkorea hat Pjöngjang jedoch seine Haltung gegenüber Abes Gesprächsangebot verschärft.

Nordkorea betitelt Abe als Idioten und Bösewicht

In einer Erklärung der vergangenen Woche prangerte Song Il Ho, der Gesandte Nordkoreas für die diplomatische Normalisierung mit Japan, Abe als Idioten und Bösewicht an, weil er wegen der Raketenstarts Aufhebens gemacht habe.

„Abe wäre gut beraten, nicht für immer davon zu träumen, die Schwelle von Pjöngjang zu überschreiten“, so Song.

In den 1970er und 80er Jahren entführten nordkoreanische Agenten zahlreiche Japaner und missbrauchten diese zu Spionagezwecken. Das Regime in Pjöngjang gab 2002 erstmals zu, insgesamt 13 Personen entführt zu haben.

Nach japanischen Medienangaben dürfte die Dunkelziffer der Entführten weit höher liegen. Bisher konnten 5 der Verschleppten in ihre Heimat zurückkehren.

Schicksal entführter Japaner zu klären ein wichtiges Anliegen

Laut nordkoreanischen Angaben seien die übrigen acht verstorben, darunter auch Megumi Yokota, das jüngste und bekannteste Entführungsopfer.

Dessen Eltern appellierten in der Vergangenheit mehrmals an Regierung und Öffentlichkeit, ihre Tochter zu retten. Ministerpräsident Shinzo Abe erklärte in den letzten Jahren mehrmals, dass er das Schicksal der verschleppten Japaner als Angelegenheit oberster Priorität sehe.

Dabei beteuerte das Staatsoberhaupt, dass er „nicht ruhen werde, bis er alle Verschleppten zurückgeholt habe“.

TJT

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