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Optimismus kurz vor den Spielen

Tokyos Gouverneurin verspricht das Coronavirus bis zu den Olympischen Spielen in den Griff zu bekommen

Tokyos Gouverneurin Yuriko Koike versprach am Mittwoch, 100 Tage vor den Olympischen Spielen, dass Coronavirus in Japans Hauptstadt einzudämmen, um sichere Spiele zu gewährleisten.

Koike sagte bei einer kleinen Zeremonie: „Ich freue mich aufrichtig darauf, dass alle Athleten aus Japan und dem Ausland, die sehr hart trainiert haben, in 100 Tagen mit allen zusammen wundervolle Spiele veranstalten werden.“

Großes Versprechen von Tokyos Gouverneurin, trotz steigender Infektionszahlen

Koikes Kommentar kommt zu einer Zeit, in der Tokyo einen deutlichen Anstieg der Coronavirus-Infektionen erlebt und weiterhin viele Menschen in Japan der Meinung sind, dass die Olympischen Spiele lieber abgesagt werden sollten.

Viele Menschen, darunter Gesundheitsexperten, befürchten, dass die Spiele zu einer schnelleren Ausbreitung des Virus führen werden.

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Zwar hatte Premierminister Yoshihide Suga sichere Spiele versprochen, doch wenn man bedenkt, dass das Land mit seiner Impfkampagne große Probleme hat, ist die Befürchtung der Menschen nicht unwahrscheinlich.

Tokyo steht seit Montag unter dem „Quasi-Ausnahmezustand, eine Maßnahme, die ähnliche Folgen wie ein richtiger Ausnahmezustand hat und die Ausbreitung der Pandemie eindämmen soll.

Trotzdem steigen die Infektionszahlen weiter an. Am Mittwoch meldete Japans Hauptstadt mit 591 Neuinfektionen die höchste Zahl seit Ende des Ausnahmezustands am 21. März.

IOC weiterhin optimistisch

Auch das IOC ist weiterhin optimistisch und geht davon aus, dass die Spiele im Sommer stattfinden werden.

John Coates, der Vorsitzende der IOC-Koordinierungskommission sagte: „Ich zögere nicht zu sagen, dass die Spiele stattfinden werden und dass sie die sichersten Spiele sein werden, die möglich sind.

Die Organisatoren der Olympischen Spiele setzten alles daran, die Meinung der Öffentlichkeit über die Spiele zu drehen. Allerdings funktioniert das nicht so richtig, wie eine aktuelle Studie zeigt, die besagt, dass nur 24,5 Prozent der Menschen in Japan der Meinung ist, die Spiele sollten stattfinden.

Öffentliche Meinung zu den Spielen: Sie sollten abgesagt oder verschoben werden

Die eher kleine Zustimmung konnte man beim Start des Fackellaufs am 25. März sehen, zwar gab es einige Zuschauer, aber insgesamt zeigte sich, wie schwierig es ist, eine Großveranstaltung während einer Pandemie zu organisieren. Eine festliche Atmosphäre war jedenfalls nicht vorhanden und die Kritik groß.

Auch die Tatsache, dass keine Zuschauer aus dem Ausland bei den Spielen in Tokyo dabei sein dürfen, trübt die Stimmung weiter. Genau genommen sehen viele Menschen in den Olympischen Spielen ein Loch für finanzielle Mittel, die anderswo besser angelegt wären.

Und, um den Ganzen noch einen Deckel aufzusetzen, gab es bereits einige Skandale, die das Vertrauen zusätzlich belasteten.

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