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Treffen zwischen Staatschefs von Japan und China könnte wegen COVID-19 abgesagt werden

Eigentlich sollte Chinas Staatschef Japan im Frühjahr besuchen

Im Zuge des geplanten Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping haben Japan und China beschlossen, ein weiteres Vorbereitungstreffen hochrangiger Beamter inmitten der Verbreitung des neuen Coronavirus-Stammes zu verschieben. Das gaben diplomatische Quellen am Mittwoch an und erhöhten damit die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Staatsbesuch in diesem Frühjahr verzögern könnte.

Das Treffen auf der Ebene der Vizeminister für Wirtschaftspartnerschaft, das für Ende des Monats angesetzt war, sollte die Gelegenheit bieten, die konkreten Ergebnisse zu erörtern, die Japan und China während des für Anfang April anberaumten Besuchs von Xi Jinping erzielen wollen.

China am stärksten von COVID-19 betroffen

Das neue, eine Lungenentzündung verursachende, Virus hat sich von der zentralchinesischen Stadt Wuhan nach Japan und in mehr als 20 andere Länder ausgebreitet. Der Ausbruch macht ein Überdenken der bilateralen Treffen auf Arbeitsebene erforderlich, da Peking um die Eindämmung der Krankheit namens COVID-19 kämpft.

Die chinesische Führung hat „Mängel und Unzulänglichkeiten“ bei der Reaktion auf den Ausbruch zugegeben. Allein auf dem chinesischen Festland hat das Virus über 2.000 Menschen getötet und mehr als 74.000 infiziert.

Entscheidung über Alternativtermin wird in Kürze gefällt

Eine der diplomatischen Quellen bezeichnete das Treffen auf der Ebene der Vizeminister als „sehr wichtig“ in einer Reihe von vorbereitenden Gesprächen.

Mehr zum Thema:  Dokument zwischen Japan und China soll bei Staatsbesuch vorgestellt werden

Es wird erwartet, dass China eine Entscheidung darüber trifft, ob der Staatsbesuch wie geplant durchgeführt werden soll, nachdem die Situation des Ausbruchs in den kommenden Wochen und die Stimmung in der japanischen Öffentlichkeit berücksichtigt wurden, so die Quellen.

Xis erster Besuch in Japan seit seiner Machtübernahme im Jahr 2013 würde eine weitere Verbesserung der bilateralen Beziehungen bedeuten, die im Laufe der Kriegsgeschichte und des Territoriums abgekühlt waren. Falls es sich verwirklichen kann, wird er sich mit Premierminister Shinzo Abe treffen, eine Audienz beim Kaiser Naruhito und ein Bankett im Kaiserpalast abhalten.

Staatsbesuch wird infrage gestellt

Einige konservative Gesetzgeber der Regierungspartei in Japan haben gesagt, dass es für die beiden Länder ein unpassender Zeitpunkt für den Staatsbesuch von Xi sei.

Aber Außenminister Toshimitsu Motegi, der am Samstag in Deutschland mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi zusammentraf, sagte, dass die beiden Länder die notwendigen Vorbereitungen treffen werden, um ihn wie geplant durchzuführen.

COVID-19 betrifft weite Teile chinesischer Politik

Die Verschiebung erfolgt, nachdem die beiden Länder ein Treffen Mitte Februar in Peking verschoben haben, das die Grundlage für die Gespräche auf der Ebene der Vizeminister legen sollte. China wird eine Verschiebung der Jahrestagung seines nationalen Parlaments Anfang März in Erwägung ziehen, wie offizielle Medien berichteten.

Chinas oberster Beamter für Außenpolitik, Yang Jiechi, wird voraussichtlich im Laufe des Monats nach Japan reisen, um den Besuch von Xi zu besprechen, wie man aus japanischen Regierungsquellen verlautet.

Jt

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