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Japan soll helfen, die Lage zu deeskalieren

Ukraine wünscht sich eine stärkere Rolle Japans

Sergiy Korsunksy, der Botschafter der Ukraine in Japan, sagte am Mittwoch, dass er sich eine stärkere Beteiligung Japans an den Bemühungen um einen Abbau der wachsenden militärischen Spannungen mit Russland wünscht.

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Der Botschafter sagte auf einer Pressekonferenz im Foreign Correspondents‘ Club of Japan, dass er erwarte, dass sich Japan den Bemühungen der sieben Industrienationen anschließe, um eine militärische Eskalation zu vermeiden. Zudem solle Japan die demokratische Entwicklung seines Landes auf friedliche Weise unterstützen.

Botschafter der Ukraine hält Krieg für unwahrscheinlich

„Wir glauben, dass Japan eine sehr wichtige Rolle spielen kann, da Japan das einzige G-7-Land in Asien ist“, so der Botschafter.

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Korsunsky begrüßte, dass US-Präsident Joe Biden und der japanische Premierminister Fumio Kishida die Situation in der Ukraine während ihres virtuellen Gipfels am vergangenen Freitag erörterten. Außerdem betonte er, dass Japan auch das einzige asiatische Land sei, das nach Moskaus Annexion der ukrainischen Region Krim im Jahr 2014 Sanktionen gegen Russland verhängte.

Gleichzeit sagte Korsunsky, dass er es für höchst unwahrscheinlich hält, dass es zu einem ausgewachsenen Krieg zwischen seinem Land und Russland kommen werde und sich die Konflikte eher lokal begrenzen werden. Er betonte wiederholt, dass sein Land niemanden bedroht und Russland niemals angreifen wird.

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Sein Land setze sich in jeder Hinsicht für diplomatische Lösungen ein, aber man sei gleichzeitig entschlossen, gegen Russland zu kämpfen, wenn es nötig sei, so der Botschafter weiter.

„Wir sind jetzt auf die territoriale Verteidigung vorbereitet, die Mehrheit der Bevölkerung ist bereit zu kämpfen, aber wir sind ein friedliches Volk und wollen eine friedliche Lösung“, so Korsunsky.

Evakuierung von japanischen Staatsangehörigen

Japan kündigte vor wenigen Tagen an, seine Staatsangehörigen aus der Ukraine evakuieren zu wollen, da eine russische Invasion befürchtet wird. Nach offiziellen Zahlen leben etwa 200 Japaner in dem Land.

Zudem stufte das Außenministerium die Reisewarnung für das Land auf Stufe 3 hoch.

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Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine nehmen aktuell immer weiter zu und Gespräche zwischen westlichen Ländern und Moskau haben bisher zu keiner Entspannung der Situation geführt.

Zuletzt hatte Russland ca. 100.000 Soldaten an der ukrainischen Grenze stationiert, als Antwort wird auch die NATO ihre Militärpräsenz verstärken.

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