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USA fordert Japan auf, für die US-Streitkräfte das Fünffache zu bezahlen

Keinen Cent mehr aus Japan

Die USA haben Japan in diesem Jahr aufgefordert, für die US-Streitkräfte, die in Japan stationiert sind, das Fünffache pro Jahr zu zahlen.

Die Aufforderung wurde der japanischen Regierung im Juli von John Bolton, dem damaligen nationalen Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump, übergeben.

Nach Angaben der japanischen Regierung wurde die Aufforderung allerdings abgelehnt.

1,6 Milliarden Euro für die US-Streitkräfte in Japan

In Japans Haushaltsentwurf 2019 sind rund 197,4 Milliarden Yen (ca. 1,6 Milliarden Euro) für die Zahlung der US-Streitkräfte vorgesehen.

Trump kritisiert bereits seit längerem die Verpflichtungen der USA durch den Sicherheitsvertrag und betitelt diese als unfair und einseitig.

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Dabei scheute der US-Präsident nicht davor Fakten zu ignorieren und argumentierte, dass Deutschland mehr als Japan zahlt. Er sagte, dass sich Abe keine Sorgen machen müsse, weil die USA mehr aus Deutschland und Südkorea herausholen würde.

Ein Bericht des Pentagon aus dem Jahr 2004 stützt allerdings Abes Aussagen. Laut des Berichts übernimmt Japan 74,5 Prozent der Kosten des US-Militärs im Land, Deutschland zahlt nur 32,6 Prozent.

Bolton teilte den japanischen Gesprächspartnern mit, dass die USA offen mit Japan über die Zukunft der Kostenteilung diskutieren will und sie auch Südkorea, einen weiteren wichtigen Verbündeten der USA in Asien, um eine Verfünffachung der Zahlung bitten würden.

Trump stellt Sicherheitsvertrag mit Japan in Frage

Japan argumentierte, dass eine fünffache Erhöhung der Summe unrealistisch ist. Japan trägt bereits den höchsten Anteil der Stationierungskosten unter den US-Verbündeten.

Als Reaktion auf die Abfuhr der japanischen Regierung fing Trump an, den Sicherheitsvertrag zwischen beiden Ländern zu kritisieren.

„Ich habe ihm gesagt, wir müssen es ändern“, so Trump auf einer Pressekonferenz nach dem G20-Gipfel in Japan. „Ich sagte, wenn jemand Japan angreift, helfen wir euch und wir kämpfen wirklich mit vollem Einsatz. Wenn jemand die Vereinigten Staaten angreifen sollte, müsst ihr das nicht tun. Das ist unfair.“

Der Sicherheitsvertrag, den beide Länder nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen haben, verpflichtet die USA dazu, Japan zu verteidigen. Im Gegenzug garantiert Japan, dass das Land keinen Angriffskrieg führen wird. Außerdem stellt Japan Land für Militärstützpunkte zur Verfügung.

Sollte der Sicherheitsvertrag aufgelöst werden, könnte China seine Macht in Asien ausbauen, da die USA dann einen großen Teil ihrer Truppen abziehen würden. Zusätzlich müsste Japan sich neue Verbündete suchen.

Kyodo

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