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Verhandlungen über Kurilen ziehen sich weiter hin

Die Außenminister Japans und Russlands haben es versäumt, bei Verhandlungen ihre Differenzen über vier von Japan beanspruchte russische Inseln – die Kurilen zu klären. Aber sie stimmten zu, die Verhandlungen fortzusetzen.

Taro Kono und Sergey Lavrov trafen sich am Samstag in München, Deutschland, für etwa 90 Minuten am Rande einer Sicherheitskonferenz. Die Minister sind für die Verhandlungen über den Abschluss eines Friedensvertrages zuständig, der eine Lösung der Inselfrage beinhalten würde.

Kono sagte zu Beginn des Treffens, dass er auf der Grundlage der im November zwischen dem japanischen Premierminister Shinzo Abe und dem russischen Präsidenten Vladimir Putin erzielten Einigung gründliche Gespräche führen wolle.

Die beiden Staats- und Regierungschefs kamen überein, die bilateralen Verhandlungen auf der Grundlage der gemeinsamen Erklärung von 1956 zwischen Japan und der Sowjetunion zu beschleunigen.

Die Verhandlungen zwischen Japan und Russland können noch lange dauern

Lavrov forderte Japan auf, die russische Souveränität über die Inseln als Voraussetzung für Verhandlungen anzuerkennen. Er sagte, dass die Inseln als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs Teil des russischen Territoriums wurden.

Kono antwortete mit einer Erläuterung der japanischen Position.

Die Minister kamen jedoch überein, die Verhandlungen über dieses Thema fortzusetzen.

Sie beschlossen, dass sich die stellvertretenden Außenminister beider Länder bald treffen werden, gefolgt von einem Besuch Lavrovs in Japan zu Gesprächen mit Kono.

Nach dem Treffen mit Lavrov sagte Kono Reportern, dass er und sein russischer Amtskollege hitzig, aber offen diskutiert haben.

Kono sagte, dass das Problem seit 70 Jahren fortbestehe und nicht über Nacht gelöst werden könne. Er betonte, dass er zusammen mit Lavrov hart arbeiten wolle, um das Ziel zu erreichen.

Aber die Wahrscheinlichkeit eines sofortigen Durchbruchs erscheint gering. Die Länder interpretieren die gemeinsame Erklärung nicht nur unterschiedlich, sondern auch die Gesetzgeber der Opposition in Japan haben die von Abe wahrgenommene Verschiebung der Politik in Bezug auf die Rückkehr von zwei und nicht von allen vier Inseln in Frage gestellt.

Von der russischen Seite kann es auch zu Verzögerungen kommen. Die Russen sehen den Bau einer neuen US-Militärbasis auf Okinawa eher kritisch. Außerdem hat Lavrov direkt gesagt, dass Russland keine Zeitgrenze für die Verhandlungen mit Japan stelle.

Russland kontrolliert die vier Inseln. Japan beansprucht sie. Die japanische Regierung behauptet, dass die Inseln ein fester Bestandteil des japanischen Territoriums seien. Laut  Japan waren die Inseln nach dem Zweiten Weltkrieg illegal besetzt.

Quelle: Japan Today

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