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Vorbereitungen für den neuen Ära-Namen halten Japan in Atem

Unternehmen und Kommunen in Japan treffen zahlreiche Vorbereitungen für die Änderungen vom Ära-Namen. Denn diese hat eine ganze Menge an Auswirkungen auf die Jahreszählung und viele andere Bereiche des alltäglichen Lebens. Mit der imperialen Nachfolge tritt die Änderung noch in diesem Jahr in Kraft.

Die Regierung gibt den Namen, der die derzeitige „Heisei“-Ära ersetzt, am 1. April offiziell bekannt. Ab dem 1. Mai tritt er dann in Kraft. Denn an diesem Tag besteigt Kronprinz Naruhito den Thron, nachdem sein Vater, Kaiser Akihito, am Vortag abdankt. Der neue Epochenname beeinflusst ab diesem Zeitpunkt jeden Bereich des alltäglichen Lebens. Denn in ganz Japan leben die Menschen zwar nach dem gregorianischen – oder auch westlichen – Kalender, doch nutzen zusätzlich immer die Epochen-Namen. Der Wechsel stellt damit jeden vor eine enorme Aufgabe.

Viele neue Aufgaben erwachsen aus der Änderung

Das IT-Unternehmen Webrage in Tokyo hat eine Software entwickelt, die bei der Änderung von digitalen Dateien helfen soll. Sie scannt diese und ermittelt automatisch, wo es erforderlich ist, kleine Veränderungen durchzuführen. Seit dem letzten November steht dieses Produkt den Kunden zur Verfügung. Laut dieser Firma verwenden zahlreiche Firmenwebseiten und Online-Kataloge den Epochen-Namen „Heisei“ jeweils hunderte Male. Sie geben zudem an, Kunden sorgten sich darum, ob sie alle notwendigen Änderungen durchführen könnten. Aus diesem Grund und weil zusätzlich menschliches Versagen nie auszuschließen ist, plant das Unternehmen, alle Kunden schon vorzeitig zu unterstützen. Nach Bekanntgabe des neuen Namens erwartet Webrage viele neue Anfragen.

Auch ein Stempelverkäufer berichtet über ähnliche Vorbereitungen. Er bietet jedoch die analoge Variante der Hilfe an. Nihon Horei nimmt seit Mitte 2018 Stempelbestellungen an, um auf diesen den Namen der Epoche zu korrigieren. Laut Angaben des Unternehmens haben die Bestellungen seit Februar zugenommen. Am vergangenen Freitag allein hätten sie 40 neue Aufträge erhalten. Sie erwarten jedoch einen erneuten Anstieg nach Bekanntgabe des Namens am 1. April. Yoshihisa Iida, Vertreter von Nihon Horei, berichtet, dass das Unternehmen eine letzte solche Bestell-Flut vor 30 Jahren erlebte. Auch damals hatte dies mit der Änderung des Ära-Namens zu tun. Um mit dem Ansturm klarzukommen bereiteten sich die Arbeiter schon jetzt vor. So wollen sie Ärger und Probleme verhindern.

Quelle: NHK

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