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HomeNachrichten aus JapanPolitikWahlen in Japan: Die Positionen der Kandidaten für den LDP-Vorsitz

Welche Änderungen erwarten das Land?

Wahlen in Japan: Die Positionen der Kandidaten für den LDP-Vorsitz

Der Wahlkampf um den LDP-Vorsitz ist in Japan im vollen Gang und die Kandidaten buhlen um die Unterstützung der Mitglieder der Partei.

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In diesem Jahr treten mit Seoko Noda und Sanae Takaichi zum ersten Mal zwei Frauen bei der Wahl an. Takaichi wird dabei von Shinzo Abe unterstützt, der immer noch eine große Macht innerhalb der Partei hat.

Taro Konos vorsichtige Änderungen

Der neue LDP-Vorsitz könnte einiges in Japan ändern, daher hier die politischen Positionen der Kandidat*innen zusammengefasst.

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Taro Kono will die Corona-Impfung in Japan weiter vorantreiben und kündigte an, eine Strategie auszuarbeiten, um alle Aktivitäten wieder auf das Niveau von vor der Pandemie zu bringen.

Außerdem will er eine Überprüfung der japanischen Sicherheitspolitik und die Verteidigung des Landes stärken, um neuen Bedrohungen zu begegnen.

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Kono unterstützt die gleichgeschlechtliche Ehe und die Möglichkeit für Ehepaare getrennte Nachnahmen zu führen.

Bei der Atomkraft ist er allerdings zurückgerudert und lehnt die Inbetriebnahme von Reaktoren nicht mehr ab, um so das Ziel zu erreichen, Japan bis 2050 CO2-neutral zu machen.

Fumio Kishida will Japan vom Neoliberalismus befreien

Fumio Kishida will die neoliberale Politik, die Japans Regierung seit Anfang der 2000er-Jahre verfolgt, abschaffen, um so das Einkommensgleichgewicht wieder herzustellen.

Zudem plant Kishida, sollte er den LDP-Vorsitz gewinnen, ein Wirtschaftspaket von mehreren dutzend Billionen Yen auf den Weg zu bringend, um so Menschen und Unternehmen, die von der Pandemie getroffen wurden, zu unterstützen.

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Außerdem will er die Küstenwache stärken, um so gegen chinesische Schiffe vorzugehen und er will einen neuen Kabinettsposten schaffen, der für die wirtschaftliche Sicherheit und der Verhinderung von Technologiediebstahl zuständig ist.

Kishida verfolgt das Ziel, den Artikel 9. der japanischen Verfassung, der Einsätze der SDF auf Verteidigungszwecke beschränkt, abzuschaffen.

Sanae Takaichi will neue Abenomics

Sanae Takaichi will die Möglichkeit schaffen, dass Lockdowns nach westlichem Vorbild möglich werden.

Sie plant die Abenomics umzubauen, dabei konzentriert sie sich auf eine Lockerung der Geldpolitik, flexible Steuerausgaben in Notfällen und verstärkte Investitionen in Krisenmanagement und Wachstumsindustrien.

Außerdem will sie das Ziel der Regierung, den Haushalts so schnell wie möglich auszugleichen, solange aussetzten, bis die Bank of Japan ihr Inflationsziel von 2 Prozent erreicht hat.

Und sie möchte die SDF in die Lage versetzten, feindliche Stützpunkte angreifen zu können.

Seiko Noda für Minderheiten

Seiko Noda will die Vielfalt der Gesellschaft fördern, um Frauen, sexuelle Minderheiten, älteren Menschen und Behinderten besser zu integrieren. Sie unterstützt auch, dass verheiratete Ehepaare unterschiedliche Nachnamen haben.

Zudem will sie die Hälfte aller Kabinettsposten mit Frauen besetzen und eine Regierungsbehörde einrichten, die sich nur um die Angelegenheiten von Kindern kümmert und Japans sinkende Geburtenrate bekämpft.

Außerdem will sie die Regierungsaufgaben dezentralisieren, sodass sie nicht mehr gebündelt in Tokyo sind.

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