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HomeNachrichten aus JapanPolitikWahlen in Japan: Kandidaten fordern Programm zur Wiederaufbereitung von Brennstäben beizubehalten

Atomreaktoren sollen wieder ans Netz gehen

Wahlen in Japan: Kandidaten fordern Programm zur Wiederaufbereitung von Brennstäben beizubehalten

Kyodo: Drei der Kandidaten für den Vorsitz der japanischen Regierungspartei LDP sprachen sich am Sonntag dafür aus, dass das Programm zur Wiederaufbereitung von Reaktorbrennstäben beibehalten werden sollte.

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Einzig Taro Kono sprach sich gegen das Programm aus, da Japan so schnell wie möglich von der Kernenergie abrücken sollte.

Wiederaufbereitung notwendig für eine stabile Energieversorgung Japans

Seiko Noda argumentierte am Sonntag, dass die Wiederaufbereitung von Brennelementen notwendig sei, um die stabile Energieversorgung Japans zu gewährleisten.

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Fumio Kishida und Sanae Takaichi erklärten, dass die Energieversorgungsunternehmen keine Kernkraftwerke betreiben können, wenn Japan das Programm zur Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen einstellt.

Kishida und Takaichi setzten sich für kleine modulare Reaktoren ein, die von Kono aber strickt abgelehnt werden, da diese nicht rentabel betrieben werden können und keine Standorte in Japan dafür vorhanden sind.

Stillgelegte Kernreaktoren sollen wieder ans Netz

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Neben der Forderung nach der Einführung dieser Reaktoren haben sich Kishida und Takaichi für die Wiederinbetriebnahme derzeit stillgelegter Kernreaktoren in Japan und die Einführung von Kernfusionsreaktoren ausgesprochen, um das Ziel zu erreichen, bis 2050 keine Kohlenstoffemissionen mehr zu verursachen.

Die meisten japanischen Kernreaktoren sind seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 vom Netz. Kleine modulare Reaktoren sollen billiger in der Herstellung und sicherer im Betrieb sein als herkömmliche Reaktoren, während Kernfusionsreaktoren keine hoch radioaktiven Abfälle freisetzen.

Zurzeit entsteht eine Wiederaufbereitungsanlage in Aomori, deren Fertigstellung allerdings mehrfach verschoben wurde.

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