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Corona-Maßnahmen gehen vor

Wahlen in Japan könnten sich durch die Pandemie verschieben

Japans Premierminister Yoshihide Suga sagte während seines Besuchs in den USA, dass sich die Wahlen durch die Pandemie verschieben könnten.

In Japan stehen im Herbst eigentlich Parlamentswahlen an und die vierjährige Amtszeit des japanischen Premierministers endet.

Maßnahmen gegen das Coronavirus sind wichtiger als Wahlen

Gegenüber Reportern in Washington sagte Suga allerdings: „Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus kommen zuerst. Ich werde über den Zeitpunkt nachdenken, indem ich die im Herbst endende Amtszeit der Mitglieder des Repräsentantenhauses sowie Diplomatie, Sicherheit und Wirtschaft berücksichtige.“

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Die vierjährige Amtszeit der Mitglieder des Unterhauses endet am 31. Oktober und die Amtszeit des Premierministers endet am 30. September. Suga hätte also ein kleines Zeitfenster für die Ausrufung der Wahlen für das Parlament.

Es gab bereits im Vorfeld immer wieder Spekulationen über den Zeitpunkt, wann Suga Neuwahlen ansetzen wird. Allerdings hatte Suga bisher immer betont, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wichtiger seien. Die Spekulationen beruhen darauf, dass die Wahlen Sugas Position als Premierminister festigen sollten. Er hatte das Amt und damit die restliche Amtszeit von seinem Vorgänger Shinzo Abe übernommen, der sich krankheitsbedingt zurückziehen musste.

Pandemie breitet sich erneut in Japan aus

Das Land erlebt allerdings gerade wieder einen starken Anstieg der Infektionen und einige Präfekturen wurden unter verschärfte Corona-Maßnahmen gestellt. Ab Montag werden sie für alle großen Metropolen des Landes gelten.

Japans Impfkampagne kommt auch nicht richtig in Schwung, da es sehr viele Probleme gibt. Vergangenen Montag startete das Land mit dem Impfen der Menschen über 65 Jahre. Allerdings fehlt es nicht nur an Impfstoff, von denen bisher nur das Vakzin von Pfizer/Biontech zugelassen wurde, auch geeignetes medizinisches Personal, das die Menschen impft, fehlt in vielen Regionen.

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