Anzeige
HomeNewsPolitikWahlkampf für die Stadtverordnetenversammlung in Tokyo startet

LDP will letzte Wahlschlappe wett machen

Wahlkampf für die Stadtverordnetenversammlung in Tokyo startet

Am Freitag startete in Tokyo der Wahlkampf für die Stadtverordnetenversammlung, die als Indikator für die im Herbst stattfindenden Unterhauswahlen angesehen werden.

Bei der Wahl am 4. Juli geht es vor allem darum, ob die LDP und die Komeito, die in Japan die Regierungskoalition bilden, gegen die von der Tokyoker Gouverneurin gegründete Partei Tomin First no Kai (Tokyoter Bürger zuerst) durchsetzten werden.

Wahl in Tokyo ist Indikator für die anstehenden Unterhauswahlen in Japan

Dadurch, dass die Wahl als Indikator für die Unterhauswahlen angesehen wird, zieht sie in Japan große Aufmerksamkeit auf sich.

Premierminister Yoshihide Suga, der Vorsitzende der LDP, nahm an Kundgebung Teil, um den Wahlkampf zu befeuern. Suga forderte, dass man alles dafür tun müsse, damit die Kandidaten der LDP gewählt werden.

LESEN SIE AUCH:  Corona-Infizierte müssen in Japan um ihr Wahlrecht kämpfen

Yukio Edano, Vorsitzender der konstitutionellen Demokratischen Partei Japans, sowie andere Parteien gingen auf die Straße, um ihre Kandidaten anzupreisen.

Tokyos Gouverneurin Yuriko Koike, die derzeit als Sonderberaterin von Tomin First fungiert, liegt seit Dienstag wegen Erschöpfung im Krankenhaus und es ist unklar, ob sie in der Lage sein wird, während des Wahlkampfs zur Unterstützung von Tomin First zu erscheinen.

Wahlkampf beschäftigt sich mit Corona und den Olympischen Spielen

Zu den Hauptthemen des Wahlkampfs gehören die Antworten der Parteien auf die Coronavirus-Pandemie und die Frage, wie die Olympischen Spiele und Paralympics in Tokyo ausgerichtet werden sollen.

Die LDP und Komeito, die zweit- und drittgrößte Partei in der Versammlung der Hauptstadt, versprechen, die Spiele sicher und geschützt durchzuführen. Tomin First fordert die Austragung der Veranstaltung ohne Zuschauer.

Die Kommunistische Partei Japans fordert die Absage der Spiele in Tokyo, die Verfassungsdemokratische Partei Japans will eine weitere Verschiebung oder Absage.

Die LDP will sich dieses Mal von der historischen Niederlage bei der letzten Wahl 2017 erholen, bei der sie nur 23 Sitze erringen konnte.

Als Grund für die Niederlage wird die damalige Zusammenarbeit der Komeito mit der Tomin First angesehen. Bei der aktuellen Wahl arbeitet die Komeito allerdings wieder mit der LDP zusammen.

Insgesamt kandidieren 271 Kandidaten, davon 60 von der LDP und 47 von Tomin First. Die JCP und die CDP treten mit 31 bzw. 28 Kandidaten an, gefolgt von der Komeito mit 23 Kandidaten.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen